„ASAP“ * – kurz und informativ?

asap

Das heutige Leben besteht aus Abkürzungen. Egal ob per SMS, Email oder als Kurznachricht in den sozialen Netzwerken – abgekürzt „SN“. Ja selbst in Forenbeiträgen werden sie genutzt, die in meinen Augen „bequemen“ Abkürzungen.

Der Ursprung für diese massive „Abkürzungswelle“ könnte der Beginn des „Handy-Zeitalters“ sein. Pro SMS (Short-Message-Service) waren und sind nur eine bestimmte Anzahl von Zeichen möglich. Um also möglich viele Informationen in eine Nachricht zu tippen, versuchte man sich mit Abkürzungen. Der Grund: damals gab es noch kein „Flatrate“ (Pauschaltarif). Und jede SMS kostet Geld. Jetzt könnte man meinen, dass sich das Schreibverhalten, bedingt durch „Flatrate“, geändert hat… negativ! Es wird munter weiter abgekürzt, und wer sich damit nicht so auskennt, hat zumindest die Möglichkeit auf diversen Seiten im Internet die „Übersetzung“ zu finden.

Hier ein paar Adressen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_%28Netzjargon%29

http://www.smszeichen.ch/sms/

http://www.frei-simser.de/sms-abkuerzungen/

Traurig an dieser modischen Schreibweise ist die Tatsache, dass damit das Gefühl für Rechtschreibung, Grammatik und Satzstellung buchstäblich verloren geht. Was erwarten wir von Schulanfängern, für die ein Leben ohne Handy schon nicht vorstellbar ist und Lehrern, die mühsam versuchen, gegen diesen aktuellen Trend zu steuern, wenn diese Problematik nicht schon im Elternhaus erkannt wird. Da wurden schon vor Jahren sogenannte „Internetkurse“ für Eltern in den Schulen angeboten, damit die „Erziehungsberechtigten“ eine Unterstützung im Umgang mit „Kindern-Internet-Handy“ bekommen. Erschreckend gering war die damalige Teilnehmerzahl.

Es gibt das gute alte Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Und da ist was Wahres dran. Deshalb sollten wir versuchen, die deutsche Sprache so in Worten zu nutzen, dass es auch für die nächsten Generationen ein Leichtes ist, damit umzugehen. Es ist nicht schwer und braucht vielleicht etwas mehr Zeit beim Schreiben, aber es ist machbar!

Bei diesen „modernen“ Abkürzungen werden ja nicht nur deutsche Worte „gekürzt“. Nein… wir können ja auch „Englisch“! Und schon findet eine Vermischung von deutscher und englischer Sprache statt. Diese Vermischung, auch „Denglisch“ genannt, besteht schon seit Jahren und wird in vielen Medien genutzt. Egal ob zum Beispiel in der Werbung oder im Fernsehen, täglich stolpert man über Begriffe von A wie „Account“ bis Z wie „zappen“. Ist das dann noch „Muttersprache“? Bei der Recherche zu diesem Artikel habe ich im Internet eine sehr interessante Seite gefunden. Ein Blick, ein Lesen… es lohnt sich! Der „Verein Deutsche Sprache“ mit dieser Internetadresse:   http://www.vds-ev.de

Vielleicht sollten wir uns unserer Sprache doch wieder bewusster werden, sonst geht sie uns verloren. Es gab schon immer Abkürzungen, die Sinn machen und verständlich sind. Wenn ich allerdings für gewisse Abkürzungen erstmal suchen und nachschauen muss und mir dann überlege, warum man z.B. „soweit ich weiß“ mit „AFAIK“ (As Far As I Know) abkürzt, komme ich ans Grübeln. Und es gibt viele, sehr viele Beispiele dieser Art.

Als Gedächtnisstütze hilft vielleicht dieser Spruch „Schreibe wie man spricht!“, denn in der Sprache wird noch nicht abgekürzt  – zum Glück! Und wer sich jetzt fragt, was dieser Artikel mit der „Dampferei“ zu tun hat, kann die Antwort demnächst in der Nebelkrähe lesen.

*ASAP = As Soon As Possible  = so schnell wie möglich

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