Dampfen – weltfremde Politik

donquixote

Politiker stehen im Dienste des Volkes. Politik muss für das Volk sein – so sollte es sein. Nur ist es so? Dieser Frage gehen wir hier ein wenig nach, und zwar in Bezug auf die TPD2.

 

Ja so kommt es uns Dampfern wohl seit Monaten vor, dass die Politiker echt weltfremd sind und entsprechend die Politik betreiben.

Politiker haben so zu politisieren, dass es dem Volk gut geht. Sie haben so Politik zu betreiben, dass das Volk zufrieden ist. Hier spreche ich von der Mehrheit des Volkes, denn jedem Bürger und Wähler kann der Politiker es nicht recht machen, das ist klar.

 

Schauen wir die Politik nun mal aus Sicht des Dampfers und seines Hobbies an.

 

99.9% der Dampfer haben früher geraucht. Die Zigaretten werden von den Politikern ziemlich verteufelt, ok der Zigaretten-Lobby wird meist der rote Teppich ausgelegt, denn die können mit Arbeitsplätzen, die wegrationialisiert würden, sehr gut argumentieren. Trotzdem werden in allen Ländern Kampagnen gefahren, um die Gefahren des Rauchens aufzuzeigen. Verständlich, bis zu einem gewissen Grad natürlich.

 

In der Schweiz sind seit Jahren die sogenannten Schockbilder auf den Zigarettenpäckli zu sehen. Hat das einen Raucher davon abgehalten, nicht zu rauchen? Ich denke nicht. Wer schaut schon sein Zigarettenpäckli an, bevor er sich eine Zigarette raus nimmt? Wen es gestört hat, wurde aber auch schon eine Lösung bereitgestellt – von der Zigaretten-Lobby gesponsert – anfangs. Es wurden anfangs zum Päckli jeweils ein „Pariserli“ mitgegeben in Form einer Zigarettenschachtel, Plastik und uni-farben. So konnten die Raucher das Zigarettenpäckli in diese Dose stecken und fortan waren sie von den Bildern verschont.

Oder man kaufte sich, wie ich damals, ein Zigaretten-Etui und hatte was Schönes und Edles bei sich. Nur, mich schreckte weder das Schockbildli auf der Zigarettenpackung noch die dauernd sich erhöhenden Preise für Zigaretten ab, weiter zu rauchen.

 

Nun, seit vier Jahren bin ich weg von der Zigarette – aber ehrlich, nicht wegen den Schockbildern oder weil die Preise für ein Päckli Zigaretten so hoch waren. Es war ein ganz anderer Grund und der hat mich zur Dampfe geführt. Zuerst mit einer ciga-like, diese ahmte für mich die Zigarette nach. OK, bei dieser ist es nicht geblieben (ich nutzte die auch nur gerade einen Tag) und so habe ich mich weiter entwickelt, was das Dampfen betrifft. Mittlerweile ist es zu einem Hobby geworden, das ich nicht mehr missen will.

 

Nun aber, was interessiert es den Politiker, was ich nun tue. Hat er mir gratuliert, dass ich weg von den Pyros gekommen bin? Hat er mir Steuern erlassen oder muss ich nun weniger Prämien für die Krankenkasse zahlen? Natürlich nicht! Es hat auch niemand gesagt, dass ich mit Rauchen anfangen soll.

Der Politiker hat aber alles Mögliche unternommen, mir die Gefahren des Rauchens aufzuzeigen. Persönlich finde ich es korrekt, dass ich darauf aufmerksam gemacht werde und ja, ich finde es auch korrekt, dass solche Artikel nicht billig sind und den Konsumenten diese fast gratis hinterher geworfen werden. Aber ein gewisses Mass sollte eingehalten werden und vor allem, der Politiker soll bitte verstehen, weshalb ein grosser Teil seines Volkes von der Zigarette abhängig ist und präventiv handeln. Mit der Prävention aber soll bitte gesunder Menschenverstand eingesetzt werden.

 

Genau hier aber haben wir ein riesiges Problem!

 

Der gesunde Menschenverstand wird geopfert, der Parteizugehörigkeit wegen, der Profilierungssucht wegen, der Parteienspielchen wegen und vielen anderen Gründen wegen. Das alles zu Lasten des Volkes, welches irgendwann einmal an der Urne war und die Leute zu Politikern gemacht hat.

Natürlich wissen wir, dass viele Politiker gar nicht richtig zu Wort kommen oder ihre Ideen nicht einbringen können, denn dafür sind sie zu leise. Ev. wären aber gerade die, die Politiker, die wirklich wissen, was ihre Wähler wollen und die das auch durchsetzen würden.

 

Witziger ist meine Erfahrung, dass wenn die Politker in den „Ruhestand“ gehen, sie plötzlich so politisieren, als ob es nichts anderes gäbe, als den Wähler zu hören und sich für ihn einzusetzen – nur ist es dann zu spät.

 

Ehrlich, wie viele Politiker gibt es, die dossierfest sind? Ich kenne wenige, aber wirklich nur wenige und bei den letzten Wahlen sind ein paar dieser Politiker zurück getreten, leider.

 

Natürlich wissen wir auch, dass die Politiker mit so vielen Lobbys „verstrickt“ sind, so viele Nebenjobs haben, die sich „Verwaltungsmandate“ nennen, bei welchen sie sich „einfach nicht“ dagegen stellen können. Es gibt nicht sehr viele Gründe, weshalb Politiker oft gegen ihre eigenen Ideen entscheiden müssen – nur das heisst nicht, dass sie den gesunden Menschenverstand aussperren müssen und sollen.

Im Gegenteil – wäre ein Politiker so taff, dass er öffentlich seinen Menschenverstand einsetzen würde, entgegen allen Widerständen, dieser Politiker wäre wohl nicht mehr lange als Politiker haltbar – für seine Parteikollegen, für welche Lobby auch immer.

 

Nun zurück zur TPD2. In dieser wollte die Politik den Umgang mit der Zigarette bis ins kleinste Detail regeln. OK, vieles davon ist schon freiwillig umgesetzt von der Tabakindustrie und vieles davon ist in anderen Ländern längst Normalität. All das aber ohne nennenswerte Senkung der Raucher (Schockbilder, keine Nennung der Zigarettenmarke mehr in Grossschrift etc.).

 

So weit so gut – nun aber hat es die eine und andere Person gegeben, die einen Kreuzzug begonnen hat, und zwar gegen die E-Zigarette. Oh nein, nicht die ciga-like, das Teil, das wie eine Zigarette aussieht, nein gegen unsere Dampfen. In diesem Artikel will ich nicht auf diesen Kreuzzug eingehen oder was die Gründe dafür sein könnten. Diese Person oder Institution hat politische Mitstreiter gefunden.

 

Nun, jetzt stellt sich mir die Frage, sind diese Politiker fähig, dossierfest zu werden, sind sie es schon und vor allem, wollen sie sich mit der Thematik des Dampfens auch wirklich auseinander setzen. Vergessen wir nicht, diese Politiker stehen in unseren Diensten.

Heute wissen wir, dass dem nicht so ist. Wenn sich Politiker hinstellen, und davon reden, dass die Dampfe geraucht wird, dann haben sie sich in keinster Weise mit der Thematik nur ansatzweise auseinandergesetzt.

Im Gegenteil, sie stehen vor die Medien, sie lassen veröffentlichen und stehen vor ihren politischen Mitstreitern und Gegnern und reden davon, dass ein Aerosol verbrannt wird und wiederholen gebetsmühlenartig, dass die Dampfe geraucht wird und verbreiten ihre Lügen. Denn es sind Lügen, was dann aber wieder darauf hindeutet, dass sie sich doch noch ein wenig mit der Materie auseinander gesetzt haben – oder hörten sie nur auf ihre Berater? Ja genau, so wird es wohl gewesen sein. Diese Berater aber sind nicht von uns gewählt, es sind keine Politiker, die aber Politik betreiben. Ich nenne das Manipulation, und zwar in schlimmster Weise, nämlich mit Unwahrheiten und Halbwahrheiten.

 

Was aber hat dies alles mit der „weltfremden Politik“ zu tun? Na, wer von uns wird nicht tagtäglich angelogen? Wer von uns wird nicht tagtäglich mit falschen oder halbfalschen Informationen zugepflastert? Passiert dies den Politikern nicht auch? Oh doch!

 

Daher erwarte ich von Politikern, dass sie dossierfest sind, dass sie wissen, wovon sie reden und über was sie politisieren.

 

Diese Politiker erlassen Gesetze und müssen wissen, um was es geht.

 

Ach ja, darum haben sie mir ja auch aufgezeigt, weshalb die Zigarette schädlich ist. Sie haben es mir in finanzieller Hinsicht gezeigt und sie haben es mir bildlich gezeigt. Es kann ja sein, dass ich in Wort und Schrift nicht verstehe, vor was sie mich schützen wollen.

 

Nun, nicht wegen diesem „Schutz“ habe ich aufgehört mit Rauchen, aber ich habe aufgehört, und zwar mit einem nachweislich besseren Mittel, als alle Nikotinpflaster, Inhalatoren, Kaugummis und Bonbons. Ich habe es mit der Dampfe geschafft.

 

Nun aber kommt der Politiker und versteckt in einem Artikel der TPD2 die Dampfe. Ja er versteckt es, denn wirklich offensichtlich wurde die ganze Sauerei ja erst, als einige Dampfer sich damit beschäftigt haben. Statt dass der Politiker sich nun auf die Schulter klopft und meint, er habe die vapore durch seine Politik vom Rauchen weggebracht, bevormundet er die vapore weiter und verbietet ihr faktisch das Dampfen. Was soll das denn nun?

 

Einerseits ist die vapore und Millionen von Raucher von der Pyro weg, andererseits aber werden uns nun die Dampfen mehr oder weniger verboten. Man beachte, in der ganzen TPD2 wird die Zigarette nirgends so sehr beschnitten, dass Rauchen verunmöglicht wird. Oh nein, denn dann wäre der erste und gewichtigste Gegner, die Tabakindustrie. Vor dieser zittert wohl jeder Politiker. Aber er zittert nicht vor den Dampfern, im Gegenteil, er verunglimpft (sind wir denn nun Süchtige oder nicht – mehr dazu in einem anderen Artikel).

 

Oh ja, die Welt soll von den Zigaretten befreit werden, die Raucher sollen geheilt werden und vor allem, die Raucher sollen wissen, auf Bildchen festgehalten, was sie sich antun. Welcher einigermassen intelligente Mensch will sich denn ein Raucherbein abholen, das er gerade mit Entsetzen auf seinem Zigarettenpäckli gesehen hat? Oh ja, er wird das Päckli sofort entsorgen – nachdem er die Zigaretten rausgenommen hat und in sein Etui gesteckt hat.

 

Das nenne ich weltfremde Politik!

 

Der Dampfer, der endlich von den Zigaretten weggekommen ist, der nicht mehr raucht und sich nicht vor dem Raucherbein fürchten muss, der wird nicht etwa belohnt, indem die Dampfe gefördert wird, nein, dem wird das Dampfen verboten – und er steigt wieder auf die Zigarette um.

 

Das nenne ich weltfremde Politik!

 

Daher sei die Frage erlaubt – wie weltfremd sind unsere Politiker? Wären sie auf einem anderen Planeten nicht doch besser aufgehoben?

vapore ch

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