Mikas Dampftagebuch (Teil 02)

31.01.2020 Liebes Tagebuch!

Es gibt Tage, die sollte man im Kalender einfach streichen. Oder bin ich heute mit dem falschen Fuß aufgestanden? Am Morgen nur eine halbe Tasse Kaffee aus meiner Maschine bekommen… ich sollte sie mal wieder entkalken. Dann hat mir so ein junger Schnösel den Parkplatz weggeschnappt. Ich war so verärgert, dass ich dann auf dem Weg ins Büro gleich mal eine Zigarette geraucht habe – darf ja eh nur draußen rauchen! Und dann festgestellt, dass ich meine Pfefferminzbonbons doch wieder zu Hause liegen gelassen habe.

Ich sollte wirklich mit dem Rauchen aufhören… heute nach Dienstschluss wollte ich endlich in diesen neuen Dampfer-Shop gehen. Ich habe es dann wirklich getan… gut, der Laden war schon etwas sehr vernebelt, aber es hatte einen guten Duft in der Luft. So nach Frucht… Es hat etwas gedauert bis ich an der Reihe war und so hatte ich Zeit mich etwas umzuschauen. Zum Teil sahen die angebotenen Teile sehr futuristisch aus. Und was die Bezeichnungen auf den Kärtchen vor diesen Teilen bedeuten sollten waren mir ein absolutes Rätsel.

Plötzlich hörte ich neben mir eine Stimme, die mich fragte was ich denn brauchen würde. Erschrocken schaute ich in die Richtung der Stimme und meinte „ich will mit dem Rauchen aufhören!“ – „Gut“ kam es als Antwort – „Dann zeige ich Ihnen erstmal die Einsteigergeräte“. Der Mitarbeiter vom Shop zeigte mir das Angebot an Einsteigergeräten, die wesentlich ziviler aussahen als die Geräte in den anderen Vitrinen. Er erklärte mir die Unterschiede der verschiedenen Hersteller und fragte mich nach meinem Rauchverhalten. Klar habe ich dann gegengefragt… was denn mein Rauchverhalten mit diesem Einsteigergerät zu tun hat! Er meinte dann, dass sei nicht wegen des Geräts, sondern wegen des Liquids, welches ich in dem Einsteigergerät ja verdampfe.

Jetzt verstehe ich auch warum es „Dampfer-Shop“ heißt! Und weiter meinte er, je nach Rauchverhalten empfehlen sie die entsprechende Dosierung von Nikotin im Liquid. Nachdem ich ihm von meinem Rauchverhalten, nämlich locker ein Päckchen Zigaretten am Tag, erzählt habe, erklärte er es mir. Mein Körper sei, bedingt durch die Dauer des Rauchens (15 Jahre) und die Menge an Zigaretten so an die Giftstoffe der Zigarette gewöhnt, dass ich für den Anfang höher dosiertes Liquid bräuchte. Moment, fragte ich nach, das sogenannte Liquid soll doch so gut wie keine Giftstoffe haben? Er meinte dann, es sei richtig, das Liquid in der E-Dampfe hat zu 95 % weniger Giftstoffe. Aber der Körper muss sich ja erst an die neue Situation gewöhnen und deshalb würde man am Anfang erstmal höher dosiertes Liquid nehmen.

Er fragte dann gleich weiter mit welchem Geschmack ich denn dampfen möchte. Ich überlegte kurz und antwortete: „Natürlich nach Tabak, so wie meine Zigarette!“ Seine Reaktion war mir erst unverständlich, denn er zuckte nur mit den Schultern. Dann meinte er: „So wie eine Tabakzigarette kann kein Liquid schmecken. Das ist ein typischer Rauchergedanke.“ Ich durfte jetzt das eine oder andere Liquid probieren, um die verschiedenen Geschmacksrichtungen zu testen. Denn das Angebot an Liquid war riesig… Schlussendlich habe ich mich dann für das Liquid mit Karamellgeschmack entschieden.

Nun lagen ein Einsteigergerät und 2 Flaschen Karamell-Liquid mit 18mg Nikotin auf dem Ladentisch. „Was nun?“ fragte ich. Der hilfsbereite Mitarbeiter sah meinen flehenden Blick und sagte: „Wir sind noch nicht fertig mit der Beratung, weil jetzt erkläre ich alles!“ Und so zeigte er mir in einer sehr geduldigen Art, wie ich das Gerät nutzen soll. Angefangen vom Aufladen des fest eingebauten Akkus mit einem USB-Kabel, das Wechseln der Verdampferköpfe, das Nachfüllen vom Liquid bis zum Einstellen des Menüs am Gerät. In meinem Kopf fing es an zu „schwirren“… so viele Informationen… ob ich mir das alles merken kann? Ich fragte, was wäre, wenn irgendwas nicht so klappt wie es soll. Daraufhin bekam ich zur Antwort: „Dann gleich vorbeikommen. Wir helfen!“ Gut, das ist ja mal ein Angebot! Er legte mir dann auch noch diverses Informationsmaterial in meine Tüte und gab mir nach dem Bezahlen noch diese Hinweise: „Am Anfang kann es zu mehr Husten kommen, das ist normal. Daher immer gut trinken! Und immer daran denken, es ist keine „Zieh-Garette“ mehr. Einfach vorstellen, dass man in einer Bar sitzt und den Cocktail mit Strohhalm trinkt. Das wäre die richtige Technik für das E-Dampfen.“ Ich dankte für diese Ratschläge und machte mich mit guten Gedanken auf den Heimweg. Was für ein Tag – morgen starte ich mit der neuen E-Dampfe!

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