RBA – Eine sinnvolle Alternative?

 

Kopfsalat- unterschiedliche RBA Köpfe ersetzen die normalen Fertigköpfe

Die sogenannten Fertigkopfverdampfer erfreuen sich großer Beliebtheit in der Dampferszene. Nicht nur Neueinsteiger schätzen die unkomplizierten Geräte, auch viele langjährige Dampfer bleiben dem System treu und frönen ihrem rauchfreien Genuss, ohne allzu tief in die Wickelwissenschaften der Dampftechnik eintauchen zu müssen. Die Handhabung dieser Verdampfer ist denkbar einfach – bei nachlassendem Geschmack wird der verbrauchte Coil einfach durch einen neuen mit gleichem Wicklungswiderstand ersetzt, ein Selbstwickeln, die Watteverlegung oder weitreichende Kenntnisse des Ohmschen Gesetzes sind nicht vonnöten.

OBS ACE mit RBA

 

 

Alternativ bieten einige Hersteller aber auch eine passende RBA zu ihren Fertigkopfverdampfern  an. Die Abkürzung RBA steht dabei für Rebuildable Base Atomizer und bezeichnet einen Kopf der mit einer eigenen Wicklung versehen wird. Das erscheint auf dem ersten Blick ein wenig unlogisch, schließlich kauft man doch einen solchen Verdampfer um eben nicht wickeln zu müssen. Was spricht also dafür, eine RBA zu verwenden?

Vapor Giant go mit RBA

 

Da ist zunächst einmal die Kostenfrage, ein Satz Fertigköpfe (5 Stk.) kostet je nach Hersteller und Verdampfer zwischen 10 und 20 €. Die Lebensdauer eines solchen Kopfs ist abhängig vom eigenen  Dampfverhalten, der eingestellten Leistung und des verwendeten Liquids. Wechselt man also zweimal im Monat den Fertigkopf, halten sich die Kosten durchaus in Grenzen, allerdings bleibt  das Selbstwickeln natürlich  günstiger.

Der ein oder andere Einsteiger wird irgendwann Lust verspüren, jetzt doch tiefer in die Materie des Dampfens einzusteigen und  erste Wickelversuche starten. Eine RBA bietet sich da als erstes Übungsobjekt durchaus an. Der Kauf eines neuen Verdampfers entfällt, da der vorhandene ja kompatibel ist, und sollte die erste eigene Wicklung nicht gleich funktionieren, bleibt immer noch das „Backup“ mit dem Fertigkopf.

Aspire Nautilus Mega mit Anyvape RBA

Ein Problem, über welches immer wieder in den diversen Dampfer-Gruppen und -Foren berichtet wird, ist die wechselnde Qualität der  Fertigköpfe. Zum einen tauchen immer wieder Köpfe aus fragwürdigen Kanälen auf, zum anderen scheinen auch die Originalhersteller immer wieder  mit Fertigungsproblemen zu kämpfen. Es ist schon ärgerlich, wenn der neu eingesetzte Kopf den Dienst verweigert, noch ärgerlicher ist es, wenn es  ihm der zweite neue Kopf gleichtut und dieser auch noch der letzte aus dem heimischen Vorrat war. Hier kann eine RBA durchaus als „Ersatzreserve“ zur Beruhigung der Dampfernerven beitragen.

Cloupor Z4 mit Selbstwickelkopf

 

Die Weiterentwicklung unserer Dampfgeräte verläuft rasant, neuere und vermeintlich bessere Geräte erscheinen in kurzen Abständen am Markt und buhlen um die Gunst der Käufer. Ältere Geräte bekommen gerne einmal ein Update verpasst, schließlich soll der geschätzte Dampfer ja immer die letzte Evolutionstufe in Händen halten. Von dieser Entwicklung sind natürlich auch die Fertigkopfverdampfer nicht ausgenommen. Dumm nur, wenn die neuen Fertigköpfe nicht mehr mit der alten Verdampferversion kompatibel sind. OK, bleibt man halt beim alten Verdampfer. Nur, wie lange werden dann die alten Köpfe noch hergestellt und verfügbar sein? Bleibt also nur das Bunkern oder eben die Verwendung mit einer RBA, die ist schließlich wiederverwendbar.

Smok TVF4 mit Single- oder Dualcoil RBA

Die Auswahl an Fertigköpfen ist mittlerweile sehr groß, der Dampfer kann zwischen verschiedenen, vorgegebenen Wicklungswiderständen wählen, der Ohmwert und die empfohlende Leistung sind in der Regel auf den Köpfen vermerkt. Ob nun DTL oder MTL, auch bei den Fertigkopfverdampfern werden beide Lager das passende finden. Eine RBA ist hier sogar noch etwas flexibler, wie beim reinen Selbstwickler kann der Benutzer frei entscheiden, welchen Widerstand er mit welchem Draht und mit welcher Watte wickelt.

Bleibt noch die Frage nach dem Geschmack. Die meisten Fertigköpfe sind mit einer vertikalen Wicklung versehen, die Luft strömt also praktisch direkt durch das Coil und nicht, wie bei der horizontalen Wicklung in einer  RBA, seitlich daran vorbei. Geschmacklich kann das durchaus einen Unterschied machen, für mich persönlich fällt dieser aber nicht wirklich ins Gewicht, ich finde mit beiden Versionen lässt sich geschmackvoll dampfen.

Zum Schluss noch ein Satz zur Nachhaltigkeit. Fertigköpfe sind unnötigerweise Wegwerfprodukte. Auch wenn es einige Benutzer schaffen ihre Köpfe zu reinigen und somit die Lebendauer ein wenig zu verlängern, landen sie doch irgendwann im Müll und da gehören sie eigentlich nicht hin. Eine Aufbereitung der gebrauchten Köpfe sollte beim Hersteller möglich sein. Das mag die Produktion ein wenig verteuern, aber unsere Umwelt wird es uns danken.

 

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Ein Kommentar

  1. Hallo.
    Ich habe einen sehr geringen Coil verbrauch.

    1. Ich dampfe nur Tabakliquids.
    2. Ich lege die Coils einige Minuten in Wodka, anschließend wasche ich sie mit kochend heißen Wasser aus.

    Ein Coil hält somit 3 bis 4 Monate. Selbstwickeln lohnt sich für mich nicht.

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