On Fire – Review expromizer V3

Eigentlich habe ich ja meinen Habenwollen-Virus fest im Griff, nun ja, letzten Monat bin ich dann doch rückfällig geworden. Den expromizer hatte ich schon lange auf dem Schirm, nur war er irgendwann nicht mehr verfügbar und geriet dann irgendwie in Vergessenheit. Jetzt ist eine neue Version erschienen, der expromizer V3 FIRE. Die Entwickler der neuen Verdampferversion sind dabei dankenswerterweise nicht dem Open-Draw-Trend gefolgt und haben einen guten MTL Verdampfer sinnvoll weiterentwickelt.

 

 

expromizer V3 Fire (2ml Version)

Das bedeutet allerdings nicht, dass der expromizer nur für Liebhaber des restriktiven Zugs geeignet wäre, man kann ihn durchaus sehr weit öffnen und dann auch DTL dampfen. Erhältlich ist der V3 in sieben unterschiedlichen Farbkombinationen, neben einer 2ml Version ist der V3 auch mit 4ml Fassungsvermögen erhältlich. Ich habe mich für die etwas größere Version entschieden, hier ist die Tankverlängerung bereits inklusive. Geliefert wird der expromizer in einer netten Pappschachtel, Ersatzdichtungen, Minischraubendreher und eine dürftige Bedienungsanleitung liegen dem Verdampfer bei. Ein zusätzlicher Ersatztank wäre wünschenswert gewesen, ist aber hinsichtlich des aufgerufenen Preises verschmerzbar, zumal einige Ersatzteile über die Webseite des Herstellers bestellbar sind.

 

Nach dem Auspacken und einem anschließenden Ultraschallbad wird es Zeit für einen genaueren Blick auf den Verdampfer. Gegenüber dem Vorgänger ist der Durchmesser auf jetzt 22 mm geschrumpft. Das freut vor allen die Freunde des mechanischen Dampfens, eine Tube mit diesem Maß haben wohl die meisten Dampfer in ihrem Bestand. Auch mit der einstellbaren Pluspolschraube kann der expromizer hier punkten.

 

Mit Driptip kommt der V3 auf eine Höhe von 70mm, die 2ml Version ist 7mm kürzer. Die Gewinde laufen sauber, die beweglichen Teile lassen sich mit genau dem richtigen Widerstand einstellen. Alle Bohrungen sind sauber ausgeführt, Schmutz oder Produktionsrückstände finden sich nicht. Der Mix aus polierten Flächen und geriffelten Elementen gefällt mir gut. Der Slogan “Designed in Germany” legt die Vermutung nahe, dass der V3 nicht in Deutschland gefertigt wird, die Verarbeitungsqualität liegt trotzdem auf hohem Niveau.

 

Das Single-Coil Wickeldeck bietet genug Platz für Wicklungen bis 3mm Durchmesser. Der Draht wird unter den beiden Wicklungsschrauben fixiert, eine Drahtführung in Form von Klemmstegen oder Nuten sucht man leider vergebens. Auffällig sind die für einen MTL Verdampfer großzügig dimensionierten Liquidkanäle, hier wurde besonderes Augenmerk auf die Verwendung von Liquids mit hohem VG Anteil gelegt. Zwei seitliche Taschen erleichtern das Einbringen der Watte welche auf die Kanäle aufgelegt wird.

 

Als erstes durfte eine 0,5 Ohm, V2A Wicklung in meiner Neuerwerbung Platz nehmen. Bei einer Leistung von 30 Watt schmeckt der Dampf zunächst ein wenig scharf bei ordentlichem Flash, außerdem fing der V3 bereits nach kurzer Zeit an, blubbernde Geräusche von sich zu geben. Hier war also noch etwas Feinarbeit vonnöten. Ich habe die Wicklung zunächst etwas näher an das Luftzugröhrchen positioniert, die Liquidcontrol auf nunmehr zwei sichtbare Bohrungen reduziert (durch drehen der Driptipaufnahme) und die Leistung schrittweise zurück genommen. Mit jetzt 22 Watt begeistert der expromizer mit einem wunderbar weichen Dampf bei insgesamt gutem Flash.

 

Als nächstes fand eine 1,0 Ohm Kanthal Wicklung Platz im FIRE. Auch hier macht der expromizer eine gute Figur, das Zusammenspiel von LC und AC klappt sehr gut. Nix kokelt und nix sifft, im Gebrauch ein zuverlässiger Begleiter. Befüllt wird der V3 übrigens seitlich von oben. Die Topcap ist geschraubt, nach dem Lösen kann diese nach oben geschoben werden und gibt dann eine große Befüllöffnung frei.

 

 

 

 

Galerie expromizer V3 FIRE

Fazit:

Der expromizer V3 hat mich positiv überrascht. Er ist sauber verarbeitet, bietet ein weites Spektrum an Einstellmöglichkeiten und ist zuverlässig. Einem Wickelneuling würde ich dieses Gerät nicht unbedingt empfehlen wollen. Nicht, weil er zu kompliziert wäre, sondern weil er für den optimalen Geschmack feinfühlig eingestellt werden will. Es ist sinnvoll und macht auch Spaß, den Verdampfer mit unterschiedlichen Set Up`s zu testen. Den Geschmack eines Verdampfers zu beurteilen ist immer auch subjektiv. Der V3 erreicht aus meiner Sicht nicht ganz das Niveau meines Referenzverdampfers, dennoch würde ich ihm die Note “gut” geben. Er kann mit anderen, sehr viel teureren Verdampfern durchaus mithalten. Insgesamt eine sehr gute Wahl, vor allem für den aufgerufenen Preis.

 

Reticulus de

 

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