Verliebt in London – Erstkontakt mit der Juul

Bei meiner Arbeit im Shop in Wien wurde ich schon oft nach den Juul Pods gefragt. Die gibts bei uns aber nicht und ich habe diese in Wien noch nie gesehen.

Als ich nun also in den Flitterwochen in London war, war ich erstaunt, die Juul dort an jeder Ecke zu sehen. Das müsste einen Grund haben, denke ich mir. Also haben wir den ersten Vapeshop auf unserer Sightseeing-Tour angesteuert und dort durften wir die Juul testen.

Ich kannte bisher nur ein geschlossenes Podsystem, und zwar die My von Erl. Ich hatte von der myBlu gehört, aber ich ging davon aus, dass diese ähnlich ist und hatte daher kein Interesse diese zu testen.

Aber die Juul war vom ersten Zug an für mich ganz was anderes.

Dazu muss man sagen: Ich bin eine Wolkenschmeißerin, ich dampfe derzeit am liebsten mit Mesh im Bereich um die 60 – 70 Watt. Ich hatte auch meinen Themis mit nach London genommen. Trotzdem hat mich das Zugverhalten der kleinen Juul überzeugt.

Nach einigem Probieren hab ich also beschlossen, mir eine Juul mitzunehmen. Ich hab mich für die Royal Creme als Pods entschieden. Es standen noch Tabak, Menthol, Apfel oder Mango zur Auswahl. Sie schmeckten alle nach dem was drauf stand, aber keins davon ist mein Ding. Cremiges hingegen schon.

Und so war ich ab diesem Zeitpunkt mit der Juul unterwegs. Ich hatte den Themis zwar auch dabei, aber ich hab die meiste Zeit nur noch die Juul benutzt.

So ein leichtes Gerät ist für lange Touren zu Fuß genau das Richtige gewesen.

Und besonders auf der Rückreise war sie ein kleiner „Lebensretter“. Unser Flug hatte Verspätung und wir saßen in der Nichtraucherzone in Heathrow fest. Das soll jetzt natürlich keine Aufforderung sein, gegen die Regeln am Airport zu verstoßen, diese haben ja einen guten Grund. Aber es war dann schon praktisch, dass man die Juul in der Hand verschwinden lassen konnte und so den Nikotinkick zwischendurch unauffällig auffrischen konnte. Schließlich ist der Dampf so minimal, dass ein paar Sekunden in der Lunge in komplett absorbieren.

Nun zu den technischen Daten:

Leider kann ich euch nicht verraten wieviel mAh der Akku hat, denn weder auf der Verpackung oder Beschreibung noch auf der Website der Firma steht diese Information (anderen Quellen zufolge sollen es 200 mAh sein).

Aber das folgende kann ich euch verraten. Ein Pod hat ein Füllvolumen von 0,7 ml mit 20mg/ml Nikotinsalz, diese sind mit der Angabe 1,7% Nikotin beschriftet, was den ca. hinkommen dürfte wenn man die 20mg auf 0,7ml runterrechnet. Auf der amerikanischen Seite gibt es auch Pods mit 3 und 5% Nikotinsalz, da es dort die 20mg Begrenzung ja nicht gibt. Das entspricht dann vermutlich 35 bis 60mg/ml, was ich selbst für Nikotinsalz schon ziemlich heftig finde. Niedrigere Nikotinstufen als die 1,7% gibt es nicht. Die Stärke führt aber zu einer entsprechend maßvollen Nutzung. Unser erster Pod hat wirklich lange gehalten. Gekauft haben wir die Juul an einem Donnerstag und den ersten Pod musste ich erst am Dienstag darauf tauschen.

Die Liquid Konsistenz ist mit 30PG/60VG angegeben. Vermutlich, da der Rest auf Aroma und Nikotinsalz entfällt.

Laut Youtube sind die Pods wohl auch wiederbefüllbar, dies ist aber Herstellerseitig nicht vorgesehen und ich habs bisher auch nicht ausprobiert.

Aufgeladen wird das Gerät mit einer beiliegenden USB Dockingsstation. Also ohne Mikro USB. Dies ist natürlich ein Vorteil. Allerdings ist der Nachteil die Bauart des USB Dongles. Da die meisten USB-Anschlüsse in meinem Haushalt senkrecht ausgerichtet sind, ist ein Laden an diesen unmöglich, da die Juul nicht drinnen hält. Aktuell nutze ich zum Laden also eine Powerbank, die ich hochkant aufstelle, damit ich die Juul dann reinstellen kann.

Bei dauerhafter Nutzung hält der Akku ca. den ganzen Tag durch, ich habe es noch nicht geschafft, den Akku an einem Tag leer zu kriegen.

Eine kleine LED verrät einem den Akkustand mit den Farben grün (bis 50%), gelb (bis 25%) und rot (unter 25%). Tasten gibt es keine. Wie die my, hat auch die Juul eine Zugautomatik. Jedoch verrät ein Doppeltipp mit dem Finger aufs Gerät den Akkustand.

Auf der britischen Website von Juul kommt das Gerät ohne Pods auf 25 GBP (ca. 28€) und eine 4er Packung Pods auf 10 GBP (ca. 11,30€). Das ist in der Anschaffung teurer als die my vonErl und auch die Pods sind kleiner (my Pods haben ca. 1,6 ml).

Aber das USB Docking, statt Micro USB, sprechen für die Juul und versprechen eine lange Haltbarkeit des Akkus. Auch bei den Kontakten zu den Pods scheint die Verarbeitung besser als bei der my, die immer wieder mit Kontaktfehlern zu kämpfen hat.

Ich kann also vor allem für Umsteiger, aber auch für langjährige Dampfer, die was kleines für unterwegs suchen, nur hoffen, dass die Juul bald den Weg in die österreichischen Dampfshops und Trafiken findet.

Lilith at

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