Mikas Dampftagebuch (Teil 13)

17.04.2020 Liebes Tagebuch!

Ja, ich habe Ostern in Klausur gut überstanden. Zum Glück habe ich einen Balkon und konnte so bei dem warmen Wetter viel draußen sitzen. Ein gutes Buch, einen guten Kaffee und meine Dampfe. Jetzt sage ich auch schon Dampfe… habe ich wohl so vom Team der Nebelkrähe übernommen. Hört sich ja auch viel netter an als „E-Zigarette“. Weil, eine Zigarette ist es ja nun wirklich nicht. Es sind ja auch nur „Dampf-Wolken“ zu sehen.

Zumindest meinte das meine Nachbarin, als sie von nebenan rüber schaute. Sie fragte dann auch gleich, warum sie nur Wolken sieht, aber keinen Zigarettengestank riecht. Ja, genau so hat sie es gesagt! Sie hat sich schon die ganze Zeit gewundert, wollte mich immer schon deswegen ansprechen. Ich habe ihr dann erklärt, dass ich umgestiegen bin. Gut, das war dann schon ein längeres Gespräch, denn sie wollte wirklich alles wissen!

Etwas irritiert fragte sie noch, ob ich denn nun wirklich keine Zigaretten mehr rauchen würde. Und das konnte ich, ich gebe es zu, stolz und mit voller Überzeugung sagen: Nein, keine Zigaretten mehr! Das fand sie gut, vor allem meinte sie dann noch, dass es sogar gut riecht, wenn die Wolken an ihrem Balkon vorbeiziehen würden. Etwas süßlich, aber von der angenehmen Sorte. Ich erklärte ihr dann, dass ich aktuell nur Caramel dampfe und sie das dann so in etwa riechen würde.

Zum Schluss meinte sie dann, dass es doch schöner wäre, würde alle Raucher in ihrem Umfeld umsteigen, dann könnte man die Zeit auf dem Balkon wieder „genießen“… denn ab und an stört sie es schon, wenn der Zigarettengestank an ihr vorbeizieht. Und sowieso… warum versuchen wir nicht die Raucher zum Umsteigen zu bewegen. Gerade ihr Neffe raucht wie ein Schlot… der denkt überhaupt nicht an seine Gesundheit. Ob ich denn Informationsmaterial hätte – das könnte sie dann gut verteilen. Gute Idee meinte ich dann zu ihr, ich schaue mal was es so gibt.

Ach, was soll ich sagen? Irgendwie alles komisch im Moment. Geschlossene Geschäfte, Kurzarbeit, Angst vor Corona und dann solche Begegnungen, die Mut machen. Freut mich jetzt schon, trotz der vielen traurigen Nachrichten der aktuellen Lage. Es ist vielleicht gut, wenn die Menschen jetzt wieder „menschlicher“ zueinander sind. Sich auf wesentliche Dinge konzentrieren und zufrieden sind mit dem was man hat. Und vor allem wieder mehr miteinander kommunizieren…

Mein Plan über Ostern einen schönen Akkuträger zu suchen bzw. zu finden hat sich noch nicht erfüllt. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Das Angebot ist so umfangreich… vielleicht wäre es doch besser zu warten, damit man keinen „Fehlkauf“ macht. Ich werde mir jetzt erstmal die Sachen bestellen, die ich für das Wickeln vom Flash-e-Vapor brauche. Das wird dann sicherlich kein „Fehlkauf“ und die Kollegen im Team könnten dann endlich ihre Sachen wiederbekommen. Also habe ich mir mal meine Bestellung zusammengestellt: eine Knipex-Zange, eine Pinzette mit Keramikspitzen, eine kleine Schere, Schraubendreher mit Kreuz und mit Schlitz, eine Wickelhilfe, Draht und Watte darf auch nicht fehlen.

Was ich jetzt noch brauche ist Informationsmaterial, also nicht nur für meine Nachbarin. Wäre doch gut, wenn man sowas immer griffbereit hat. Es gibt wohl immer noch genug Menschen, die durch Medien und Organisationen einfach falsch informiert werden. Ja, ich habe sogar das Gefühl, dass einer etwas schreibt und die anderen lesen es noch nicht mal, sondern kopieren einfach nur. Das ist für mich absolut unverständlich!

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