Selbstmischen ist keine…

5-Minuten-Terrine!

In den letzten Jahren ist das „Selbstmischen“ von Liquids in aller Munde. Ein Großteil der Dampfer sieht sich als „Selbstmischer“.

Tut mir leid, diese Illusion jetzt zu zerstören: Heißes Wasser auf eine 5-Minuten-Terrine zu kippen und umzurühren ist KEIN „Kochen“… und einen Shot in eine Shortfill-Flasche zu kippen und die dann zu schütteln ist KEIN „Selbstmischen“!

Shortfills, also quasi fertig dampfbare Liquids ohne Nikotin, die nur noch mit Nikotinshots „scharf gemacht“ werden müssen und Longfills, die man mit fertig gekaufter nikotinfreier Basenmischung verlängert und dann auch wieder mit Nikotinshots aufpeppt haben mit Selbstmischen (ohne Anführungszeichen) so viel zu tun, wie ne Heiße-Tasse-Tütensuppe mit Kochen (auch ohne Gänsefüßchen).

Wirkliches Selbstmischen ist die Zubereitung von dampfbaren Liquids aus den einzelnen Rohstoffen. Man mischt Propylenglycol (PG), Glycerin (VG), ggf. Wasser, Aromen und Nikotinbase so zusammen, dass letztlich ein Liquid in der gewünschten Zusammensetzung, mit dem gewünschten Geschmack und der gewünschten Nikotinkonzentration entsteht.

Nun ist abzusehen, dass das „modernisierte“ Tabaksteuergesetz in Deutschland dazu führen wird, dass wichtige Komponenten der Tütensuppen-Liquids vom Markt verschwinden werden. Fertig vorgemischte Base aus PG/VG und ggf. Wasser wird als solche ganz schnell verschwinden, denn schon die erste Stufe der Steuer mit „nur“ 16 Cent pro Milliliter führt dazu, dass ein halber Liter dieser Flüssigkeit um die 100 Euro kosten wird… und ein ganzer Liter sogar bei knapp 200 Euro landet. Das kauft keiner… und das stellt sich auch kein Händler ins Regal, weil er die Steuer schon vorher abdrücken muss.

Ähnlich wird es auch bei Shortfills laufen. Wenn eine Pulle für brutto 60 ml (mit 50 ml nikotinfreiem Liquid) statt knapp 15 Euro dann knapp 25 Euro kostet, dann greift da kein Kunde mehr zu. Und auch hier wird die notwendige Vorkasse der Händler (in Verbindung damit, dass sie nicht mit relevanten Verkaufszahlen mehr rechnen dürfen) dafür sorgen, dass diese „Fills“ aus dem Angebot verschwinden.

Die Longfills werden schon eher eine Chance zum Überleben haben. Es handelt sich dabei ja auch eher um spezielle Kompositionen von normalen Aroma-Konzentraten. Die Zubereitung des Liquids läuft dann aber auf echtes Selbstmischen hinaus, weil man die Einzelkomponenten im richtigen Verhältnis zugeben muss. Die im Verhältnis noch moderate Preissteigerung wird nicht dafür sorgen, dass die Produkte nicht mehr gekauft werden… und auch für die Händler ist die Belastung geringer. Die Zeit wird zeigen, ob Händler alleine vom Verkauf von Longfills, fertigen Liquids (die auch spürbar teurer werden) und Nikotinshots werden überleben können. Sollte das nicht der Fall sein, dann werden auch Longfills verschwinden… denn wenn es keinen Shop gibt, kann man die auch nicht mehr kaufen.

Das richtige Selbstmischen bekommt in der Zukunft also ganz sicher eine zunehmende Bedeutung, weshalb wir hier eine ausführliche und (hoffentlich) leicht verständliche Anleitung anbieten.

Berechnung

Die erste Frage, die sich stellt, ist, wie viel der einzelnen Zutaten ich benötige, um die gewünschte Menge Liquid in der gewünschten Nikotinstärke zu bekommen. Das kann man „zu Fuß“ ausrechnen, oder man nutzt einen „Misch-Rechner“.

Es gibt solche Rechner als Programme für den Computer, als Apps für das mobile Device, als Tabellenkalkulation (Excel, Calc, etc.) und auch als Online-Tool. Gibt man entsprechende Suchbegriffe in einer Suchmaschine ein, erhält man tausende von Treffern. Die Mehrheit sind Online-Tools von Dampf-Shops. Allerdings findet man hier sehr viele einfache Geschichten, die auf Shake & Vape zugeschnitten sind.

Ich werde hier nicht alle möglichen Rechner vorstellen. Das ist aus genannten Gründen nicht möglich. Ich stelle ein paar Beispiele vor, die ich persönlich für geeignet halte. Sollte jemand noch einen weiteren Kalkulator gefunden haben, der in diesem Rahmen geeignet erscheint, darf mir gerne einen Hinweis geben. Falls ich die Einschätzung teile, werde ich ihn als Empfehlung zufügen.

Mein persönlicher Favorit ist der LIQUIX E-Liquid Rechner. Den gibt es schon seit vielen Jahren… als Online-Tool zur kostenfreien Nutzung (sogar mit Speicherung von Rezepten) und auch als Android-App oder Windows-Programm für wirklich kleines Geld. Was mir an diesem Rechner gefällt ist, dass man ganz einfache Berechnungen durchführen kann, aber auch Berechnungen mit sehr feinen Parametern (genaue Zusammensetzung der Einzelkomponenten). Die Kostenberechnung ist ein weiteres nettes Feature… und die Rezepte werden für volumen-basiertes (Angabe in Millilitern) und für das Mischen nach Gewichtsanteilen angezeigt. Als eigenständiges Programm schneidet bei mir das kostenlose LQCalc von Georg Schneider ab, das es für Windows und (!) Linux gibt.

WICHTIG: Grundlegende Fähigkeiten im Rechnen sollten vorhanden sein! Selbst wenn man ein Mix-Tool (Anwendung zur Berechnung der Zutaten-Mengen) verwendet, sollte man wissen, wie man ein Liquid berechnet und überschlagen können, ob sich die ausgespuckten Ergebnisse im richtigen Rahmen bewegen (man kann sich ja bei der Eingabe schlicht vertippen).

Die Grundlage jeder Berechnung ist, dass man die gewünschte Liquidmenge, deren Zusammensetzung (Verhältnis PG:VG:Wasser) und die beabsichtigte Nikotinkonzentration festlegt. Außerdem muss man wissen, wie die vorhandene Nikotin-Base (in größeren Gebinden mit höherer Konzentration aus dem hoffentlich gut gefüllten Bunker… oder die handelsüblichen Shots in den kleinen 10-ml-Flaschen) zusammengesetzt ist und wie viel Nikotin sie pro Milliliter enthält.

Möchte man X ml Liquid mit Y mg/ml Nikotin herstellen, dann muss man zunächst ausrechnen, wie viel Nikotin insgesamt in der Menge X enthalten sein muss, um auf die angestrebte Konzentration zu kommen. Dazu multipliziert man ganz einfach die herzustellende Menge X mit der angestrebten Nikotinkonzentration Y. Nun weiß man, wie viel Milligramm Nikotin (N) insgesamt in der Gesamtmenge Liquid vorhanden sein müssen.

Will man 50 ml Liquid mit 4 mg/ml Nikotin herstellen, dann müssen in der Liquidflasche letztlich 200 mg Nikotin enthalten sein.

Nun kommt die Nikotinbase ins Spiel. Eine Base mit Y mg/ml Nikotin. Man teilt nun die im vorigen Rechenschritt ermittelte Gesamtmenge mg Nikotin N durch die Konzentration der Nikotinbase. Damit hat man ermittelt, wie viel Milliliter der Nikotinbase ins Liquid gegeben werden müssen.

N wäre im obigen Beispiel 400 mg. Die teilt man nun durch die Konzentration (K) der Nikotinbase. Angenommen, man hat Shots zur Verfügung mit 20 mg/ml Nikotin, dann teilt man die 200 durch 20 und erhält 10 ml (B) für die im Liquid enthaltene Nikotinbase (Shot).

Das war jetzt wirklich simpel zu berechnen, oder?

An dieser Stelle kommt nun die gewünschte Zusammensetzung des Liquids ins Spiel, also das Verhältnis PG zu VG zu Wasser (A:B:C … muss zusammen IMMER 100 ergeben).

Um zu berechnen, wie viel ml der einzelnen Bestandteile in der fertigen Liquidmenge vorhanden sein müssen, berechnen wir zunächst den Mengenfaktor F, der sich ergibt, wenn man 100 durch die zu mischende Liquidmenge teilt. Dann Teilen wir die Verhältniswerte (A, B und C) jeweils durch F. Damit wissen wir, wie viel wir von den drei Komponenten letztlich haben müssen, um die gewünschte Menge an Liquid im angestrebten Mischungsverhältnis zu bekommen.

In unserem Beispiel müssen wir 100 durch die 50 ml zu mischendes Liquid teilen. Das ergibt 2 für den Faktor F. Angenommen, wir wollen eine Traditionale herstellen (55 % PF, 35 % VG, 10 % Wasser, also 55:35:10), dann brauchen wir für unsere 50 ml Liquid 55 / 2 = 27,5 ml PG, 35 / 2 = 17,5 ml VG und 10 / 2 = 5 ml Wasser.

An dieser Stelle sollten wir im Hinterkopf behalten, dass unser Liquid durch die Nikotinbase bereits 10 ml PG im Liquid haben werden. Es bleiben also nur noch (27,5 – 10) 17,5 ml PG zum Zugeben übrig. Nur… da kommt ja noch Aroma dazu. Nahezu sämtliche dampfbaren Aromen basieren ebenfalls auf PG. Damit geht auch für das Aroma noch etwas von unserem PG-Kontingent ab.

Nun noch die Aromen. Die Auswahl des Aromas (der Aromen) ist eine „Wissenschaft“ oder „Religion“ für sich. Wenn man richtig klassisch mischt, dann verwendet man dampfbare Aromakonzentrate. Hier gibt es sehr große Unterschiede, was die empfohlene Konzentration im Liquid anbelangt. In den letzten Jahren, insbesondere mit dem Aufkommen von Longfills wurden die Aromaempfehlungen immer größer (viele US-amerikanische Aromen waren aber immer schon so verdünnt, dass 10 bis sogar 20 % Beigabe empfohlen wurden… so kann man den Gewinn vergrößern). Typische Shortfills sind für eine 10 %ige Beigabe vorgesehen. Mischt man mit klassischen Aroma-Konzentraten, die nicht extra verdünnt wurden, dann liegen die Empfehlungen eher bei 1 – maximal 5 %. Bei den beliebten Eis-Aromen ist man z.B. im Durchschnitt mit um die 2 % dabei.

Nutzt man solche Aroma-Konzentrate und möchte man einen Geschmack aus mehreren Aromen komponieren, dann bedeutet das nicht, dass man von jedem Aroma auch tatsächlich die empfohlene (oder selbst ermittelte) Menge zugibt. Bei fünf Aromen wäre man nämlich einmal auch wieder bei 10 % und das Ergebnis würde einen geschmacklich erschlagen. Grundsätzlich sollte man sich bei dieser Art zu Mischen langsam an das gewünschte Ergebnis herantasten und nicht wesentlich über der höchsten empfohlenen Aromenkonzentrationen eines einzelnen Aromas landen. Man sollte sich vorher auch Gedanken machen, welche Aromen die Hauptrichtung vorgeben und welche den Geschmack nur ergänzen oder abrunden sollen. Von den Hauptaromen gibt man dann im Verhältnis mehr zu, als von den Nebenaromen. Ist die Empfehlung für eines der Hauptaromen dann z.B. 3 %, dann sollten alle Aromen zusammen auch nicht extrem mehr als 3 % in der Summe ergeben.

Für jedes Aroma muss man nun die benötigte Menge (M) für den Prozentualen (P) Anteil ausrechnen. Dafür Multipliziert man die Gesamtmenge des Liquids X mit dem prozentualen Anteil P und teilt das Ergebnis durch 100. Damit erhält man die Menge Aroma (M), die man in das Liquid einbringen muss.

Unser Beispiel-Liquid soll ein Tabak-mit-Pflaume-Liquid werden. Für die Aromen sind jeweils 2 % Beimengung empfohlen. Der Tabak soll hierbei das Hauptaroma sein. So könnte man sich für einen ersten Versuch 1,5 % Tabakaroma und 1 % Pflaumenaroma entscheiden. Damit liegt man noch nicht so sehr über den jeweils empfohlenen Anteilen.

Die Menge Tabakaroma, die man für das Liquid benötigt, beträgt also bei 1,5 % nun 50 x 1,5 / 100 = 0,75 ml. Bei dem 1 % Pflaumenaroma sind es 50 x 1 / 100 = 0,5 ml.

Beachte nun: Es gelangen damit (fast alle Aromen basieren, wie gesagt auf PG) 1,25 ml weiteres PG ins Liquid, was wir von dem Gesamt-PG-Anteil abziehen müssen. Von den verbliebenen 17,5 ml PG bleiben so also noch 16,25 ml übrig.

Hinweis: Bei derart geringen Volumina der Aromen kann man den Anteil aber auch vernachlässigen. Wenn man es ganz genau nimmt, müsste man auch, je nach Marke und Qualität den Wasseranteil aus dem Glycerin mit einbeziehen. Das sind aber meist irgendwas zwischen 0,1 und maximal 0,5 %, wären im Fall unserer 50 ml Liquid maximal 0,08 ml. Das lässt sich selbst mit Insulisspritzen nicht mehr abmessen.

Nun haben wir alle Werte, die wir für das Mischen benötigen. In unserem Beispiel:

16,25 ml PG
17,5 ml VG
5 ml Wasser
10 ml 20er Nikotinbase
0,75 ml Tabakaroma und
0,5 ml Pflaumenaroma

Gegenprobe: 16,25 + 17,5 + 5 + 10 + 0,75 + 0,5 = 50

Na also… da haben wir unsere 50 ml Tabak-Pflaume-Liquid mit 4 mg/ml Nikotin. Aber nicht gleich losdampfen… das Zeug muss reifen. 😉

Das war nun der Ausflug in die Mathematik (echt keine Zauberei). Es ist aber absolut legitim, einen Liquid-Calculator für die Rezept-Berechnung zu verwenden. Man sollte nur ein Gefühl dafür haben, ob die Ergebnisse eines solchen Tools halt auch passen. Verrutscht man bei der Eingabe der Zutaten an einer Stelle mit dem Komma, kann ein Rezept herauskommen, das so gar nicht mehr hinhaut.

Benötigte Ausrüstung

Wir brauchen Behältnisse, in denen wir mischen, Behältnisse, um die Flüssigkeiten abzumessen und ein paar weitere Utensilien.

Mischgefäß

Generell kann man sehr gut direkt in der Liquidflasche selbst mischen. Allerdings sollte sie von der Kapazität her so bemessen sein, dass sie mit der gewünschten Liquid-Menge nicht komplett voll wäre. Zum guten Vermengen muss man die Flasche nämlich schütteln. Ich persönlich gehöre zu denjenigen, die in einer Schale mischen. Das liegt daran, dass ich immer große Mengen mische und die dann in Literflaschen abfülle. Aber auch bei kleineren Mengen ist das Mischen in einem weiten Gefäß sehr praktikabel. Hier muss jeder nach seinen Vorlieben entscheiden, sollte aber daran denken, dass das Gefäß ausreichend hoch ist, damit das Liquid am Ende nicht direkt unter dem Rand dümpelt und es beim Umrühren überläuft.

Meßbehältnisse

Hier kommt es darauf an, welche Mengen man mischen möchte.

Bis zu einer Gesamtliquidmenge von ca. 250 ml kommt man um Injektionsspritzen (Einwegspritzen) kaum herum, denn man muss (je nach Aromendosierung, Nikotinstärke und Zusammensetzung) dabei auch Flüssigkeitsmengen von wenigen Millilitern abmessen. Und: Je weniger Liquid man mischt, desto genauer muss man im kleinen Bereich abmessen.

Es gibt im Laborbedarf auch geeignete Pipetten (Messpipetten), die aber bei der geforderten Genauigkeit locker mal 50 Euro kosten können. Spritzen mit unterschiedlichen Kapazitäten und unterschiedlicher Genauigkeit kosten wenige Cent und können lange verwendet werden. Solche Spritzen sollte man in 50/60, 20, 10, 5 und 2 ml mehrfach vorhalten. Wer nur 10,25 oder 50 ml Liquid mischen möchte, sollte sich ein paar Insulinspritzen anschaffen, weil diese eine feinere Einteilung haben. Um aus Aromafläschchen etc. Flüssigkeit ziehen zu können, wenn das Pülleken nicht mehr randvoll ist, benötigt man außerdem Kanülen (auch hier genügen Einwegkanülen). Dabei ist darauf zu achten, solche mit möglichst großem Durchmesser zu wählen (0,9 mm sollten es schon sein), denn viele unserer Flüssigkeiten sind sehr dickflüssig.

ACHTUNG: Kanülen sind sehr spitz. Unbedingt vorsichtig handhaben, um Blut im Liquid zu vermeiden. Es gibt im Dampfer-Fachhandel (solange es ihn noch gibt) Kanülen ohne Spitzen, aber man kann mit ein wenig Umsicht auch die preisgünstigen aus der Apotheke oder dem Versandhandel nehmen. Eine gute Idee ist es, die Spitzen vor Gebrauch mit einer Feile abzufeilen.

NOCHMAL ACHTUNG (kleine Anekdote aus meiner Mischvergangenheit): Dickflüssig ist unser Zeug. Das merkt man, wenn man z.B. ein Aromenkonzentrat auf PG-Basis mit einer Kanüle in die Spritze zieht. Man muss da kräftig ziehen, es entsteht ein spürbarer Unterdruck und die Flüssigkeit gelangt ziemlich langsam in die Spritze. Das ist aber noch recht „ungefährlich“. Wenn man nun aber die Flüssigkeit in das Mischgefäß geben möchte, sollte man unbedingt vorher die Kanüle abziehen oder auf jeden Fall darauf achten, nicht zu stark auf den Kolben der Spritze zu drücken. Es kann sich nämlich ein Überdruck entwickeln, der dafür sorgt, dass die Kanüle wie ein Blasrohrpfeil abgeschossen wird. Und dann hat man Druck und der Spritzeninhalt spritzt prima herum… nur nicht ins Gefäß. Dafür muss man gar nicht so stark drücken, kann ich Euch aus Erfahrung berichten. Zwei Milliliter Popcornaroma, von denen die Hälfte, also nur 1 ml, in die Gegend spritzten, haben dafür gesorgt, dass meine Küche für ein Vierteljahr wie das Foyer eines Kinos roch. 😀

Für größere Mengen kann man handelsübliche Messbecher nutzen oder auch Babyflaschen mit Milliliter-Einteilung. Wer es „vornehmer“ möchte, kann auch Labor-Messzylinder in verschiedenen Größen erwerben. Die kosten 5 – 15 Euro, je nach Material, Ausführung und Größe. Also keine allzu große Investition.

Sonstige Utensilien

Küchenkrepp und ein feuchter Lappen (Microfaser ist optimal) sollten vorhanden sein.

Wer paranoid ist, kann sich auch Gummihandschuhe besorgen, wobei das bei den Nikotin-Konzentrationen, mit denen wir arbeiten, eigentlich absolut nicht notwendig ist. Kommt Nikotinbase an die Haut, dann führt man seine Handlung noch in Ruhe zuende und spült dann die Flüssigkeit unter fließendem Wasser ab. In den paar Minuten passiert da nix! Echt nicht!

Auch eine Schutzbrille ist nur ein „Kann“. Empfehlen würde ich es nur denen, die ein wenig tollpatschig sind.

Trichter sind hingegen sehr sinnvoll. Damit lassen sich Flüssigkeiten einfach kleckerfreier in Behälter mit kleinerer Öffnung umgießen (man spart so auch besagtes Krepp-Papier und wertvolle Rohstoffe).

Schließlich braucht man etwas zum Umrühren bzw. Durchmischen. Ein langer Löffel aus Edelstahl tut es genauso gut, wie ein Rührstab aus Glas. Zum ordentlich Durchquirlen haben sich batteriebetriebene Milchaufschäumer bewährt. Wer mag, kann sich auch einen Magnetrührer besorgen. Und für die Großmischer (so wie ich) funktioniert ein handelsübliches elektrischer Handmischgerät hervorragend.

Die Aromen machen das Rezept aus

Die größte Chance, aber auch die größte Hürde beim Selbstmischen ist der Einsatz der Aromen. Hat man „sein“ Liquid gefunden, war es bislang damit erledigt. Das galt auch für Shake & Vape, denn auch hier bekam man Aromakompositionen geliefert. Noch(!) gibt es Longfills bzw. Aromakonzentrate, die bereits eine Aromenzusammenstellung darstellen. Nur wird sich das alleine für Hersteller und Händler kaum rechnen. Denn von Konzentraten benötigt man wenig. Das hält die Steuer gering, aber für eine anständige Gewinnmarge müssten die Preise enorm angezogen werden… eben weil der Endkunde mit einer 10-ml-Flasche sehr lange hinkommt. Es ist also zu erwarten, dass der Aromenmarkt mit speziellen Dampfer-Aromen nach und nach immer mehr schrumpft oder gar nahezu gänzlich zusammenbricht.

Es läuft also darauf hinaus, aus einzelnen Aromakonzentraten — wahrscheinlich aus anderen Quellen, als Dampf-Shops — „seinen“ Geschmack zu kreieren. Und das klappt fast nie bei den ersten Anläufen. Es hilft nur viel Geduld und man muss auch Lehrgeld zahlen (in Form von Aromen, die im Schrank versauern oder verschenkt werden). Wer schon längere Zeit dampft und seinen Lieblingsgeschmack gefunden hat, der hat es allerdings leichter, sofern nachvollziehbar (oder erratbar) ist, welche Einzelaromen am Gesamtbild beteiligt sind. Wichtig ist: Nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen. Wer dran bleibt, der findet sein Leib-und-Magen-Rezept… früher oder später.

[Dubito]

Geschmacks- und Geruchssinn hängen eng zusammen, und doch unterscheidet unser Gehirn was wohin gehört – und für wie lange. Wer an einer Bratwurstbude vorbeigeht, dem mag das Wasser im Mund zusammenlaufen, gleichwohl wird er sich diesen „Duft“ nicht den ganzen Tag wünschen. Und wer von dem Duft eines Parfüms begeistert ist, wird es deswegen bestimmt nicht im Mund haben wollen. Wir suchen also nach einem Liquid, das wir gern im Mund und in der Nase haben – und zwar Morgens, Mittags und Abends, ohne dass es uns zu viel wird. Wie findet man das?

Die Antwort ist so einfach wie unerfreulich: Spekulieren und ausprobieren. Unerfreulich deshalb, weil die Suche dauern kann. Aber eine andere Lösung gibt es nicht. Ich habe das leider mehrfach selbst erfahren. Seit meiner Kindheit liebe ich als Nachtisch Pudding – ganz besonders Vanille und Karamell. Ich habe zwei Liquids gefunden, die diese Geschmacksrichtung wunderbar abbilden. Trotzdem kann ich das nicht dampfen, es ist mir sehr schnell einfach zu süß. Dazu kommt noch ein Dilemma. Frucht etwa ist nicht gleich Frucht, der Geschmack kann frisch und knapp-reif sein oder schwer und vollreif. Und wie ein Hersteller zum Beispiel „Erdbeere“ definiert, muss sich mit Deinen Vorstellungen überhaupt nicht decken.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, welche Richtung Du gern ständig in der Nase haben magst. Ist es süß und kuchig? Dann probiere es mit Vanille, Karamell, Muffin usw. Magst Du es lieber süß-sauer, etwa den Duft von Orangen, Äpfeln oder Mango? Dann probiere das. Tabak, das wurde schon gesagt, schmeckt nach Tabak und nicht nach Rauch, also häufig mit einer blumigen/heuartigen oder bitteren Note. Die Bandbreite geht von heuartig über richtig bitter bis schwer-süß-bitter, also der Richtung von aromatisiertem Pfeifentabak.

Vielleicht hast Du auch gar keine Lust, den ganzen Tag einem bestimmten Geschmack bzw. Duft ausgesetzt zu sein. Dann probiere es auf jeden Fall mal mit Menthol oder Pfefferminze! Solche Liquids geben Frische, erinnern an ein Pfefferminzbonbon und sind geschmacklich in einem neutralen Bereich. Wer nicht eine grundsätzliche Abneigung gegen Menthol hat, für den kann gerade dieser Geschmack ein guter Liquid-Einstieg sein, von dem man sich dann weiter auf die Reise begibt: Ein Anfang ist gemacht.

Wichtig: Versuche nicht, an einem Aroma festzuhalten, das Du nicht magst, nur weil Du es gekauft hast, denn das verleidet die Freude am Dampfen. Und der Zigarettenteufel wartet bereits hinter der nächsten Ecke…

Versuch und Irrtum. Das kostet am Anfang manchmal Geld; es ist Lehrgeld.

Merke: Viel hilft nicht viel! Ein leicht überdosiertes Aroma im Liquid kann den Geschmack völlig entstellen. Es schmeckt dann nicht „stärker“ nach der gewünschten Richtung, sondern vielleicht bitter oder sauer oder – einfach fies, sehr gerne auch irgendwie nach „Seife“. Oft ist es gerade das „Luftige“, das Erahnte, das Angedeutete, das den Reiz einer Vorstellung ausmacht. Aromen sind Vorstellungen.

Zu viel oder zu wenig?

Mischen funktioniert ein wenig nach dem Prinzip Versuch und Irrtum – man mischt etwas zusammen, und es schmeckt – oder nicht. Wenn der Hersteller die Empfehlung von 3 Prozent gibt, und der Geschmack ist mir danach zu intensiv, kann ich etwas Base zumischen, schütteln – und habe dann vielleicht mit 2,5 Prozent den richtigen Geschmack. Ich merke mir die zugegebene Menge und mische beim nächsten Mal gleich richtig.

Wenn das Liquid mir aber nicht intensiv genug ist, muss ich logischerweise etwas Aroma zusetzen (und schreiben mir natürlich gleich auf, wie viel ich zugebe). Das Problem dabei: Bis sich das nachgefüllte Aroma wieder gleichmäßig im ursprünglichen Liquid verteilt hat, dauert es eine gewisse Zeit, es erfordert wieder sorgfältiges Schütteln eine weitere Reifezeit.

Dies ist ein Dilemma. Meiner Erfahrung nach schmeckt ein unterdosiertes Liquid im Zweifelsfall besser als ein überdosiertes. Aber das Nachverdünnen ist deutlich einfacher. Hierzu noch ein wichtiger Hinweis: Der alte Spruch „viel hilft viel“ ist beim Mischen kontraproduktiv. Wenn ich ein recht gut schmeckendes Orangen-Liquid habe, wird es wahrscheinlich nicht besser oder intensiver, wenn ich die Konzentration erhöhe, sondern der Geschmack kippt. Aus dem fruchtig-luftigen Orangen-Geschmack kann ganz flott etwas Bitteres, chemisch schmeckendes werden.

Der Grund: Nur in einer bestimmten Menge und Verteilung der Moleküle interpretiert unser Gehirn das Geschmacksbild als das, was wir kennen – in diesem Fall die leckere süße und leicht säuerliche Orange, die wir als Frucht kennen. Wird das Aroma unterdosiert, flacht dieser Geschmack ab; wird er aber überdosiert, wird das Geschmacksbild zum widerlichen Zerrbild. Wir kennen das Phänomen bei Parfüm: Geht ein Mensch an uns vorbei, und es streift und ein zarter Hauch eines schönen Parfüms, wirkt dieser Duft äußerst anziehend. Hat sich dieser Mensch aber mit dem Parfüm geradezu massenhaft „eingedieselt“, ist die Wirkung einfach nur unangenehm. Aus dem luftig-leichten Frühlingshauch wird ein Chemie-Angriff auf unsere Riechzellen. Die ist der Grund, warum weniger im Zweifelsfall mehr ist.

Aromen kombinieren

Mit einem einzigen Aroma ist die Sache technisch einfach: Man beginnt mit der vermutet richtigen Konzentration und tastet sich durch verdünnen oder verstärken an das optimale Ergebnis heran.

Manchmal ist der Lieblingsgeschmack aber eine Kombination aus mehreren Einzel-Aromen. Etwa Käsekuchen und Zitrone. Oder Mango (süß) und Ananas (säuerlich) und Menthol (frisch). Da stellt sich sofort die Frage, welche Konzentration von jedem Einzel-Aroma benötigt werden, denn klar ist: Wenn der Hersteller für jedes Aroma beispielsweise 3 Prozent empfiehlt, haut das bei drei Aromen nicht mehr hin. Wir kämen dann auf einen Aroma-Anteil von insgesamt 9 Prozent, was denkbar viel ist, das Liquid würde überladen schmecken. Denn die Aromen verstärken sich in bestimmten Bereichen. Ein 3-prozentiges Menthol-Aroma, das allein kräftig frisch und angenehm schmeckt, wird in Kombination mit ebenso viel Mango und Ananas nicht etwa abgeschwächt, es wirkt als Verstärker für das Obst, es übertreibt.

Mischen wir nun jeweils nur 1 Prozent jeder Sorte, kommen wir dem Ergebnis deutlich näher. Möglicherweise ist dann eines der Aromen nicht mehr so stark repräsentiert wie gewünscht. Wie also basteln wir nun an dem optimalen Ergebnis herum, ohne für jeden Versuch eine neue Flasche anzumischen?

Wir mischen jedes Aroma separat vor. Wenn wir also denken, dass Mango und Ananas und Menthol – in welchem Verhältnis auch immer – hinein sollen, mischen wir von jedem eine eigene Flasche, und zwar in der vom Hersteller angegebenen Konzentration, in unserem Beispiel 3 Prozent, und mit der gewünschten Nikotinstärke, beispielsweise 10 mg/ml. Wir schütteln alle drei und lassen sie reifen.

Und dann kommt der eigentliche Mischprozess.

Würden wir nun von jedem Liquid die gleiche Menge nehmen , kämen wir im Ergebnis auf eine Gesamtkonzentration von 3 Prozent, also einer Konzentration von 1 Prozent pro Aroma. Die Nikotin-Konzentration ändert sich dabei nicht, es bleiben 10 mg/ml.

Jetzt können wir schnell kleine Versuchsmengen Liquid mischen, zum Beispiel in einer leeren Nikotin-Shot-Flasche. Wenn Mango stärker werden soll, füllen wir mit einer Spritze etwa 4 ml davon ein, dazu 3 ml Ananas und 1 ml Menthol. Ergibt 8 ml Liquid, das Fläschchen fasst 10 ml – da bleibt noch Luft, damit wir vernünftig schütteln können. Auf diese Weise lassen sich schnell mehrere Kombinationen herstellen und probieren.

Eine längere Nachreife ist nicht erforderlich, wenn gut geschüttelt wurde, ist das Liquid spätestens nach ein paar Stunden fertig. Ganz Eilige mischen sich die Sorten auch gleich aus den Flaschen im Verdampfer zusammen. Hat den kleinen Nachteil, dass sich die Mengen nur ungefähr bestimmen lassen, und wenn im Verdampfer vorher eine andere Mischung war, dauert es eine gewisse Zeit, bis das neue Liquid die Coil erreicht. Wer allerdings zuvor ein völlig anderes Liquid im Tank hatte, sollte den Verdampferkopf wechseln bzw. den Verdampfer neu reinigen und neu bewatten – das versteht sich wohl von selbst.

[PepeCyB]

Verschiedene Hersteller

Ein Pferdefuß ist, dass verschiedene Aromen unterschiedlicher Hersteller zwar mit dem gleichen Namen bezeichnet werden, sich jedoch in ihrer Zusammensetzung doch teilweise erheblich unterscheiden. Es ist leider nicht so, dass der Liebhaber von Erdbeer-Liquid jedes am Markt befindliche Aroma verwenden kann, um den gewünschten Genuss zu erreichen. Auch hier hilft letztlich nur das Experimentieren.

Nicht alles ist geeignet

Für das Dampfen sind ausschließlich Aromen auf PG-Basis und ggf. (sofern einen der mögliche Beigeschmack nicht stört) auf Ethanol-Basis geeignet. Ist ein Aroma für den Gebrauch zum E-Dampfen (solche, auf die bald Steuern fällig werden) deklariert, muss man sich diesbezüglich keine Gedanken machen. Es gibt auch Hersteller/Shops für Lebensmittelaromen, bei denen deklariert ist, welche Träger- und Zusatzstoffe enthalten sind (z.B. ASM Eisaromen, Elli‘s Aromen…).

Wo auch immer man Aromen kaufen möchte, man MUSS darauf achten, dass als Trägerflüssigkeit PG, Ethanol oder Wasser zum Einsatz kommen. Auf Aromen aus dem Supermarkt oder dem Backshop zurückzugreifen, ist keine gute Idee! Häufig basieren diese Aromen auf Öl als Trägerflüssigkeit… und ÖLE HABEN IM LIQUID ABSOLUT NICHTS VERLOREN! Es besteht die Gefahr einer Lipidpneumonie, die gerne auch tödlich verlaufen kann. Back- und Kocharomen sollte man grundsätzlich als ungeeignet betrachten.

Welche Rohstoffe und woher?

Für das Selbstmischen braucht man:

  • Propylenglycol (PG)
  • Glycerin (VG)
  • Wasser
  • Aromen
  • ggf. Nikotinbasis

Ein Liter PG kostet derzeit im E-Dampf-Shop und außerhalb der E-Dampf-Shops 10 – 12 Euro. Mit der ersten Stufe der Steuer wird der Preis im E-Dampf-Shop auf knapp 200 Euro steigen… und außerhalb bei 10 – 12 Euro bleiben.

Völlig klar, dass PG aus dem Dampf-Fachhandel dann keine Option mehr ist. Man muss sich also diesen Grundstoff aus anderen Quellen legal (ja, das ist legal) besorgen. Es gibt etliche Quellen für PG. Häufig findet man PG für die Viehzucht. Dabei muss man dann aber unbedingt auf die Qualität und Konzentration achten (häufig bekommt man PG mit 10 % Wasserzugabe)… und einen Shop finden, der auch „kleinere“ Gebinde anbietet (25 kg also ungefähr auch 25 Liter sind in diesen Shops schon „klein“… 50 oder 100 kg eher die Regel). Besser ist man im Chemikalienhandel (nein, nicht unbedingt Laborbedarf… Chemikalienhandel gibt es auch z.B. zur Kosmetikherstellung etc.) aufgehoben.

Wichtig: Die Qualität MUSS stimmen! Auf der sicheren Seite ist man bei „Arzneibuchqualität“ bzw. „Pharmaqualität“. Das sollte im Shop in der Produktbeschreibung stehen. Darunter ist es nicht wirklich empfehlenswert. Auch „geringere“ Qualitäten können unbedenklich sein, man weiß dann allerdings nicht, was man mit dem Zeug sonst noch so inhaliert. Besser: Finger weg davon!

https://duckduckgo.com/?q=Propylenglycol+kaufen+-„E-Zigarette

Für VG gelten die gleichen Ausführungen wie zu PG. Auch hier sollte man auf die hohe Qualität achten. Bei Glycerin ist es übrigens völlig unerheblich, ob man „Vegetable Glycerin“ (Glycerin aus pflanzlichen Rohstoffen) oder „normales Glycerin (ein Erdöl-Produkt) wählt, sofern die erforderliche Qualität bestätigt wird. Chemisch ist das identisch.

https://duckduckgo.com/?q=Glycerin+kaufen+-„E-Zigarette

Wasser kommt aus dem Kran. In Deutschland in hervorragender Qualität, sofern man durch seine Leitungen kein Legionellen-Problem hat. 😉

Im Ernst: Es spricht nichts dagegen, normales Leitungswasser zu nutzen. Wäre das bedenklich, dürfte man auch nur noch kalt duschen (sonst inhaliert man nämlich Dampf) und beim Nudelnkochen eine Atemschutzausrüstung tragen. (Hmmm, war jetzt wieder nicht ganz so ernst, aber ehrlich gemeint.) Auch Kalk ist kein Problem. Nicht einmal für die Heizwendel. Der Wasseranteil ist so gering, dass die Wendel durch ist, bevor Kesselstein irgendwelche Probleme macht, zumal auch nicht alles Wasser beim Dampfen so erhitzt wird, dass sich Kalk ablagern könnte.

Wer absolut auf Nummer sicher gehen möchte, nimmt halt entmineralisiertes Wasser oder gar destilliertes Wasser. Das ist aber auch eine Preisfrage.

Aromen speziell für das E-Dampfen (als solche deklariert oder im E-Dampf-Shop angeboten) werden künftig auch besteuert und damit teurer. Da wir beim richtigen Selbstmischen aber mit Aromakonzentraten arbeiten, fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Das Problem wird eher sein, dass die Angebote nach und nach verschwinden, denn erstens lohnt sich der Aufwand (Steuerbanderole und Bürokratie, sowie Vorleistung durch den Handel) für die Händler nicht mehr… und es wird ohnehin ein Shop-Sterben einsetzen, weil mit der Steuer diesen die Existenzgrundlage entzogen wird (der Handel lebt von Liquids). Ohne Shop aber auch kein Aroma mehr.

Zum Glück gibt es aber auch Shops, die Lebensmittelaromen anbieten, die nicht für das E-Dampfen angepriesen werden. Dabei MUSS man halt zwingend darauf achten, keine öl-basierten Aromen zu verwenden, sondern ausschließlich solche auf PG-, Ethanol- oder Wasser-Basis (als jeweiliges Lösungsmittel).

https://duckduckgo.com/?q=lebensmittelaromen+kaufen+-„E-Zigarette“+-„E-Liquid“

Wer mit Nikotin dampfen möchte, muss sich Nikotin-Base besorgen. In der guten alten Zeit konnte man die locker auch in Litergebinden mit Nikotinkonzentrationen von 48 mg/ml aufwärts beziehen und richtig Geld sparen. Mit der TPD2 haben uns die Gesetzgeber aber ein dickes Ei gelegt. Seit diese gilt (und in nationale Gesetze umgesetzt wurde), dürfen nikotinhaltige Flüssigkeiten nicht mehr als 20 mg/ml Nikotin enthalten und in maximal 10 ml fassenden Gebinden verkauft werden. Die kleine Gebindegröße ist eher ein Problem des Umweltschutzes (es fällt sehr viel Kunststoffabfall an), die 20-mg-Grenze aber ein echtes Problem für den Konsumenten. Einmal ist man durch die geringe Konzentration gezwungen, Liquids mit relativ geringem Nikotingehalt anzumischen (sofern man die Base nicht pur dampfen möchte). Und man braucht verhältnismäßig viel Flüssigkeit… eine Flüssigkeit bei der 16, dann 20, darauf 24 und schließlich 32 Cent Steuer pro Milliliter fällig werden.

Leider lassen sich diese Kosten nicht vermeiden, denn Nikotinbasis aus anderen Quellen ist für den Normalbürger und Konsumenten schlicht nahezu nicht erhältlich. Hier hilft Bunkern, solange es noch keine Steuer gibt… und Bunkern, wenn die Steuer schon da ist und die Shops noch existieren. Wenn viele Shops verschwinden, dann wird es echt eng mit dem Nikotin-Nachschub.

Zur Sache: jetzt wird gemischt

Bitte nicht enttäuscht sein, aber der eigentliche Mischvorgang ist die einfachste Sache bei der ganzen Angelegenheit. Nachdem wir das Liquid berechnet haben (mit Liquidrechner, Zettel und Stift oder sogar nur im Kopf) und die Rohstoffe bereitstehen, werden die Flüssigkeiten nun lediglich abgemessen und zusammengegossen. Das war es im Prinzip schon.

Die Reihenfolge, in der man die Komponenten ins Mischgefäß gibt, ist beliebig. Trotzdem hat sich als zweckmäßig herausgestellt, von der Komponente mit dem größten Volumen beginnend und/oder von der Komponente mit der geringsten Viskosität (vom dünnflüssigsten) aus die Bestandteile in das Mischgefäß zu geben und nach jeder Zugabe gut durchzurühren oder zu schütteln.

Das Abmessen geschieht, wie im Abschnitt über das Mischzubehör schon beschrieben, mit Spritzen, Messbechern etc. Was man verwendet, hängt von der Gesamtmenge des Liquids ab. Beim Abmessen sollte man große Sorgfalt walten lassen… man muss aber auch nicht päpstlicher sein, als der Papst. Mischt man 10, 20, 50 oder 100 ml ist es wichtig, auch im Milliliterbereich genau zu arbeiten. Mischt man gleich einen ganzen Liter oder (wie ich) noch mehr, kommt es auf den einzelnen Milliliter nicht mehr so sehr an. Trotzdem schadet es nicht, genau zu arbeiten.

Wichtig beim Mischen ist das ständige sorgfältige Durchmengen der Bestandteile. Lieber länger rühren oder schütteln (dazu muss das Mischgefäß natürlich gut verschlossen sein). Wenn alle Komponenten vereint sind, darf gerne noch eine ausgiebigere Rühr-/Schüttelphase folgen.

Nun füllt man das Liquid aus dem Mischgefäß in die Liquidflasche ab (sofern man nicht ohnehin schon in dieser Flasche gemischt hat).

Fertig! Also fast…

Weshalb fast? Dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Neben der Methode nach Volumen (Milliliter) zu mischen, gibt es auch noch die Möglichkeit, mit Gewichtsanteilen zu arbeiten. Diese Methode empfiehlt sich aber vor allem für kleine bis mittlere Gesamtmengen, weil Waagen, die ein höheres Gewicht aushalten, nicht so genau wiegen und Feinwaagen, die für das Mischen nach Gewichtsanteil empfehlenswert sind, kein höheres Gewicht vertragen. Üblich ist hier ein Maximalgewicht von 200 Gramm, es gibt auch welche, die 500 Gramm schaffen und wenige, die ein ganzes Kilo stemmen (hier ist die Genauigkeit dann meist auf 0,1 Gramm beschränkt).

Nun kann man leider nicht so rechnen, dass ein Gramm einem Milliliter jeder Flüssigkeit entspricht. Bei Wasser haut das hin, aber der Milliliter PG wiegt 1,04 Gramm und der Milliliter VG sogar 1,26 Gramm.

Hat man sich das Mischungsverhältnis in Millilitern ausgerechnet, dann muss man die Ml-Angabe für PG (und für Aromen bzw. Base auf PG-Basis) mit 1,04 multiplizieren und die Angabe für VG mit 1,26. Einige Liquid-Rechner geben die Gewichtsanteile gleich mit aus. Praktisch!

Man stellt sein Mischgefäß auf die Feinwaage und kalibriert diese (man stellt sie auf „Null“). Nun gibt man die erste Komponente hinein (für die letzten Milligramm empfiehlt es sich, eine Tropfpipette zu verwenden, um das Zielgewicht möglichst genau zu erreichen). Dann kalibriert man die Waage erneut (also wieder auf „Null“ stellen) und gibt die zweite Komponente dazu. Das wiederholt man so lange, bis alle Zutaten im Mischgefäß sind.

Keine schwarze Magie… und mancher hält das sogar für praktischer.

Reifezeit

Die Bezeichnung „Reifen“ für Liquids ist eher irreführend, denn der Vorgang hat mit dem, was man sich im Allgemeinen unter Reifung vorstellt, wenig zu tun. Man denkt dabei an wirkliche chemische Veränderungen oder das Aufnehmen von Stoffen aus dem Lagerungsgefäß, an Oxidation und Schimmelbildung etc.

All das findet beim Reifen von Liquids nicht statt (also nicht im nennenswerten oder feststellbaren Rahmen). Bei der Reifung von Liquids geht es nur um die Zunahme der Entropie, also die möglich vollständige und vor allem gleichmäßige Durchmischung der einzelnen Komponenten.

Was die eigentliche Basis anbelangt (inkl. Nikotin), ist da kaum Zeitaufwand notwendig. Diese Komponenten sind in solch großer Menge im Liquid vorhanden, sodass eine ausreichende Durchmischung schon nach dem üblichen Schütteln und Rühren gegeben ist. Reifezeit brauchen die Aromen!

Aromen sind „hoch-potent“. Sehr, sehr wenig Moleküle genügen bereits, um den Geschmack (=Geruch) perfekt und ausreichend zu erzeugen. Selbst bei einem Aromen“konzentrat“, für das 10 % Beimengung empfohlen werden, ist es nur sehr wenig eigentliches Aroma, das im Liquid landet. Die Aromen, die wir als „Konzentrate“ erwerben können sind nämlich ordentlich vorverdünnt… aus ganz praktischen Gründen: 5 % Flüssigkeit von 10 ml sind 0,5 ml. Die lassen sich abmessen. Wäre das Aroma wirklich pur, also ohne Trägerflüssigkeit, dann müsste man für das Aromatisieren so geringe Volumina abmessen, dass es unsere Möglichkeiten schlicht übersteigt. 0,00025 ml KÖNNEN wir nicht abmessen. Ist leider so.

Nun sind also wenig Aromamoleküle im Liquid gelandet. Und die sollen sich wirklich gleichmäßig im dickflüssigen Zeug verteilen. Die Moleküle müssen sich bewegen… da hilft besagtes Schütteln und Rühren. Aber so lange schütteln und rühren, bis die optimale Verteilung erreicht ist, hält niemand durch. Da ist es praktisch, dass sich die Teilchen des Liquids auch von selbst bewegen. Allerdings braucht es dafür halt Zeit. Beschleunigen kann man es durch mäßige Energiezufuhr (warm lagern oder wirklich leicht erwärmen).

Das Liquid muss also eine ganze Weile ungenutzt herumstehen… möglichst warm, aber nicht heiß.

Man kann leider nicht sagen, welches Aroma wie lange braucht, um sich richtig zu verteilen. Und nutzt man mehrere verschiedene, dann ist eine solche Angabe noch schwieriger. Hier hilft nur Ausprobieren und die Augen und Ohren offen halten (welche Erfahrungen andere Dampfer gemacht haben).

Das Patentrezept ist: Warten! Gebt dem Liquid zumindest ein, zwei Wochen Zeit. Klar ist man gespannt, wie die Eigenkreation denn nun schmeckt und man möchte es am liebsten sofort wissen. Doch die Aussagekraft einer sofortigen „Verköstigung“ hat keinen großen Wert, weil sich der Geschmack während der Reifezeit ganz klar verändert. Oft kommen die gewünschten Aromen direkt nach dem Mischen nicht sonderlich zur Geltung. Das kann nach besagter Reifezeit aber völlig anders sein. Vor allem verleitet dieser Effekt dazu, das vermeintlich „unterwürzte“ Liquid mit mehr Aroma nachzuwürzen, bis es ungefähr so schmeckt, wie man es erwartet. Am nächsten Tag oder noch ein paar Tage später ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass es „überwürzt“ ist und eher widerlich schmeckt. BTW: Der Geschmack von Fertigliquids wird oft als besonders rund und gut angesehen. Das liegt an der produktionsbedingten Reifezeit. Von der Herstellung bis zum Konsum durch den Kunden vergehen locker mehrere Wochen… perfekte Reifezeit eben.

tl;dr

Selbstmischen:

  • Die notwendigen Rohstoffe: Propylenglycol (PG), Glycerin (VG), Wasser, Aromakonzentrate und, sofern gewünscht, Nikotinbase (Nikotin-Shots). PG, VG und Aromen kann man aus Quellen außerhalb von Dampfer-Shops beziehen, wodurch keine Steuer fällig wird, bei Nikotin-Shots lässt sich die neue Steuer nicht umgehen.
  • Ein „Rezept“. Also die genauen Anteile der genannten Rohstoffe für das fertige Liquid muss man wissen. Das muss man nicht selbst berechnen, denn es gibt dafür sehr gute Tools.
  • Man benötigt Mischbehältnisse, Messbehältnisse, ggf. Spritzen, geeignetes Werkzeug zum Rühren und auf jeden Fall Küchenkrepp. Wenn man nach Gewichtsanteilen mischen möchte, braucht man eine Feinwaage und Tropfpipetten.
  • Die Zutaten werden nun in den berechneten Mengen zusammengegossen. Umrühren und Schütteln! Anschließend ggf. in die Liquidflasche abfüllen.
  • Eine vernünftige Reifezeit abwarten, bevor man das Liquid kostet. Ein, zwei Wochen sind in den meisten Fällen empfehlenswert.

Bemerkungen und Tipps

Fürs Phrasenschwein: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Das Selbstmischen ist, obwohl es handwerklich einfach ist, keine triviale Angelegenheit. Das größte Problem ist, einen Geschmack zu kreieren, der einem schmeckt. Hier sind Versuch und Irrtum angesagt. Wenn man am Ball bleibt, dann findet man irgendwann das perfekte Rezept.

Hat man ein Liquid angemischt, das nicht wirklich schmeckt, muss man es aber nicht ins Klo gießen. Wenn man sich ein paar Gedanken macht, womit man es aufpeppen kann, um es „wegdampfbar“ zu machen, kann man es zumindest für den Konsum retten. Menthol z. B. kann hier ein geeignetes Mittel sein.

Es empfiehlt sich, beim Mischen ein „Laborbuch“ zu führen… also man sollte sich immer notieren, wie viel von welchem Aroma man zugegeben hat und skizzieren, wie es einem geschmeckt hat. Damit werden die Versuche nachvollziehbar. Man begeht so den selben Fehler nicht mehrfach und man kann sich an das „perfekte“ Liquid herantasten.

Also… wenn es nicht gleich klappt… am Ball bleiben! Selbstmischen erfordert Geduld und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall.

6 Kommentare

  1. Kleine Tips aus jahrelanger Praxis: Zum Mischen von Liquidmengen zwischen 200 und 500 ml hat sich der Standmixer Sharp SA-FP2002I als ideal erwiesen. Die Reifezeit kann man deutlich verkürzen, indem man die frischen Liquids im Joghurtbereiter 24 Stunden bei 45 Grad ruhen lässt. Ich empfehle den von TZS First Austria aus Platz- und Preisaspekten.

  2. Daniel, diese Anleitung ist toll geworden.

    Richtig, Selbstmischen ist kein Hexenwerk. Auch wenn ich bis aufs 1. Dampfjahr keine fertigen Liquids mehr gekauft hatte, empfand ich das Selbstmischen immer als unangenehm.

    Den Hype um die Aromenvielfalt in der Dampferwelt hatte ich nie mitgemacht. In den Anfangsjahre gab es hier bald nur noch zwei Liquidrichtungen
    1. Tabak (verschiedenste Sorten probiert)
    2. Brombeere mit Menthol.
    Heute dampfen wir nur noch Tabak.

    In meinem Logbuch steht somit nach vielen Jahren endlich unser perfektes Rezept.
    Denn ich habe gemerkt, Dampfen ist auch in Sachen Geschmack eine Frage der Gewohnheit.

    Einfach Selbstgemischtes 2-3 Tage dampfen. Dann schmeckt es. Auch wenn man vielleicht bei den ersten paar Zügen noch dachte, das würde man nicht besonders mögen.

    Man muss ja als Dampfer langfristig sowieso darauf eingestellt sein, dass die Produktion eines Aromas verändert wird oder vom Markt verschwindet. – Auch dass sich der Geschmack verändert – je nach späterer Verfügbarkeit von Nikotin.

    Mein Rezept orientiert sich am Endergebnis: jeweils eine 500 ml Flasche:
    soundsoviel 250ml-Flaschen Bunkerbase (Nikotin mit PG),
    soundsoviel 10ml-Fläschchen Aroma (mit PG) und
    das auffüllen mit PG bis soundso viel ml.
    Dann noch soundsoviel VG bis die Gesamtmenge erreicht ist.
    Kurz rein mit dem Milchaufschäumer
    und umgefüllt in die 500 ml Flasche.

    Den Vorgang wiederhole ich so oft, bis alle Flaschen gefüllt sind. Das reicht uns dann für mind. 1 – 1,5 Jahre.
    Die gefüllten Flaschen stehen kühl und dunkel.
    Bis also die erste selbst gemischte Liquidflasche angebrochen wird, vergehen viele Wochen.
    Daher erübrigt sich die Phase des Rühren und Schüttelns.

    Bei uns im Haushalt stehen auf jedem Tisch Glasflaschen (30, 60 ml) mit Pipette zum Befüllen der Verdampfer.
    Die leeren werden gesammelt und durch volle aus dem Regal ersetzt.
    Sind einige leere Flaschen beisammen, werden sie per Trichter aus der 500ml-Flasche wieder befüllt.
    Spritzen und Kanülen brauche ich allenfalls noch zum Befüllen von POD-Systemen.
    Trichter, Mixbecher und Handmixer (Milchaufschäumer) werden gereinigt und kommen zurück in die Kiste. D.h., sie werden für nichts anderes genutzt.

    1. Wenn ich mal für irgendwen eine kleinere Menge mische (was selten vorkommt) oder gar für mich, um ein neues Aroma auszuprobieren (was noch seltener vorkommt), dann nutze ich auch lieber die Feinwaage.
      Für mein „eigentliches“ Mischen (2 x im Jahr… reicht dann für 9 Monate) komme ich mit der Feinwaage leider nicht weiter. Nicht einmal mit der Küchenwaage (obwohl die mit sechs Litern vom Gewicht her klar kommt), weil die Acht-Liter-Schüssel, in der ich meine sechs Liter Liquid anmische, das Display verdeckt… 😀

      Aber bei der Menge kann man eh mehr grob abmessen, denn zwei, fünf oder sogar zehn Milliliter Abweichung fallen da nicht ins Gewicht.

      Also für Mengen im normalen Rahmen würde ich auch immer das Mischen mit der Feinwaage empfehlen.

  3. Habe schon viele kurze und lange Mischanleitungen gelesen, mische selber mit Bunkerbase seit 4+ Jahren, hier hast Du aber etwas geschrieben, was ein „Standardwerk“ werden sollte:

    Einfach verständlich, mit Hintergrundwissen und mit aufklappbaren Zusatzinformationen zu vielen Details oder auch Spielereien. Weit umfassender als alles was mir bisher untergekommen ist, weit weg von dem klein klein („man nehme dies soviel und dann das..“), rein sachlich und gut begründet.

    Habe es mir zum PDF gemacht, Dein Standardwerk.

    Danke aus Dampferzuflucht

  4. Sehr schön und ausführlich geschrieben, pepecyb. 👍

    Ja, selber seine Liquides abmischen, ist kein Ding. Man sollte sich nur damit befassen. Es spart obendrein auch noch eine Menge Knete. Diese ganzen fertigen Geschichten in die man nur noch Base und Nikotin einfüllen muss, haben eh keine Zukunft mehr. Man hatte es all die Jahre dem Verbraucher damit recht einfach gemacht. Günstig? war es obendrein definitiv nicht. Die Hersteller haben damit gutes Geld verdient. Der Trend für „Fertigkost“ wird spätestens in 3 Jahren Geschichte sein, wenn die Flüssigsteuer für uns E-Dampfkonsumenten in den nächst höheren Gang schaltet….

    Ich habe rechtzeitig mit dem selber mischen angefangen. Und das war auch gut und richtig so. Anfangs noch etwas holperig, aber es wurde mit jedem Mischvorgang immer besser. Und jetzt geht es flott und unkompliziert.

    Seine Liquides selbst abmischen? Auf jeden Fall. 👍
    Base, Aroma und Nikotin wenn benötigt und Fertig!

    Bombus

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