Ein WIRKLICH schwarzer Tag!

Wie heute Vormittag verkündet wurde, sind das E-Rauchen Forum und das E-Dampfen Forum für immer Vergangenheit. Sie werden auch „read-only“ nicht mehr erreichbar sein, weil der Server, auf dem sie betrieben wurden, am 1. Februar endgültig seinen Geist aufgegeben hat.

Es gibt nach Auskunft von Insidern auch keine Möglichkeit, den Datenbestand wiederherzustellen. Das ist echt traurig, denn damit ist ein großes Stück E-Dampf-Geschichte für alle Zeiten unwiederbringlich ausradiert.

Abgesehen davon, dass es unglücklich ist, dass ein Server einfach so abkackt, wirft die Tatsache des kompletten Datenverlustes bei mir Fragen auf. Angefangen beim Hoster bzw. Serverbetreiber: Was ist das für eine Klitsche, die so mit den Daten der zahlenden Kunden umgeht? Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass es da Spiegel auf anderer Hardware gibt. Es kann immer zu Hardwaredefekten kommen. Für diesen Fall sollte es dann entsprechende Rücksicherungsmöglichkeiten geben, um komplette Datenverluste beim ZAHLENDEN Kunden zu vermeiden. Beim ERF hätte nicht einmal die Gefahr eines teilweisen Datenverlustes bestanden, da es schon seit Jahren „read-only“ war, also keine neuen Daten dazu kamen.

Aber auch als Betreiber einer solchen Plattform wäre es angeraten, ab und an ein Komplettbackup zu erstellen und selbst zu speichern. Auch bei einem derart großen Forum ist das bei den heutigen Speicherplatzpreisen keine große Sache mehr.

Hier wurde an verschiedenen Stellen geschlampt bzw. sorglos agiert… und das Ergebnis ist nun der Verlust wertvollen Contents.

Mich macht das wirklich traurig. Zum Glück habe ich über die Jahre wertvolle Informationen und Abzüge aus dem ERF archiviert und kann darauf zurückgreifen. Für die Öffentlichkeit und für kommende Dampfer-Generationen (sofern da noch viel kommt), gibt es da nun nur noch ein schwarzes Loch.

Ein wirklich schwarzer Tag für die Dampfer-Szene!

Und die Moral von der Geschicht: Wer eine solche Plattform oder ein Blog oder ein Onlinemagazin betreibt, sollte sich nicht alleine auf den Hoster verlassen (diesen aber auch mit Bedacht wählen), sondern auch selbst Vorsorge treffen, um größere oder komplette Datenverluste zu vermeiden.

7 Kommentare

    1. Über die Wayback Machine aber eher nicht. Das scheitert z.B. schon bei der Forenübersicht. Die wurde nicht archivert, weil das nicht möglich war. Man müsste schon wissen, wie der genaue Pfad für bestimmte Threads war… und dann hoffen, dass ausgerechnet der auch als Memento vorliegt.

      Machbar wäre es nir mit einem abzug der Datenbank.

      Bessere bzw. verteilte Systeme wären auf jeden Fall vorzuziehen. Nur da gibbet dann nicht so viel Schnickschnack wie bei moderner Forensoftware. Und das ist Kram, den viele Foristen anscheinend unbedingt brauchen. 😉 😀

  1. Historisch m.M.n. tatsächlich ein großer Verlust.

    Wenn ich mich recht erinnere, liefen dort beispielsweise in den Anfangsjahren so noch spannende Akkuträger-Projekte:
    – Umbau von Taschenlampen
    – und Blechboxen zu AT.

  2. Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass der Hoster des e-rauchen-forum die Firma Webhostone war. Die hatten wohl damals, so wurde von den Forumsbetreibern berichtet, einen Sonderpreis angeboten, wenn ein Link zu ihnen gesetzt wird. Das hat mich jetzt neugierig gemacht, denn die Geschichte des gleichzeitigen Totalausfalls zweier Foren und davon, dass das Ganze ohne Backup betrieben worden sein soll, ist in meinen Augen unglaubwürdig.

    Ein Besuch der WaybackMachine bestätigt den Webhoster namens Webhostone als Provider für das ERF und das EDF.

    Ein Blick auf das Angebot von Webhostone und etwas Recherche dazu zeigen, dass es sich hierbei um ein etabliertes Unternehmen handelt, welches bereits seit 1998 am Markt ist und in einschlägigen Vergleichsportalen regelmäßig Bestnoten einfährt und es sich somit keineswegs um „eine Klitsche, die so mit den Daten der zahlenden Kunden umgeht“ handelt. Funfact: Für Januar 2022 erhielt das Unternehmen die Auszeichnung „100% Ausfallsicher“ bei Hosttest.

    Zudem hat die Firma zu keiner Zeit Colocations / Serverhousing angeboten, was einen Totalausfall eines Servers, oder die Mär eines fehlenden Backups evtl. noch erklären könnte.
    Von Anbeginn des Bestehens dieses Webhosters wurden vermietete Server auch durch ihn selbst betrieben und somit natürlich gespiegelt, also Backups gemacht, wie man in Produktbeschreibungen vergangener Jahre herausfinden kann. Backups sind der Standard und waren es auch vor 15 Jahren.

    Somit stellt sich jetzt die Frage nach dem wahren Grund für den gleichzeitigen, sehr bedauerlichen Totalausfall dieser beiden Internetseiten und danach, warum die „Insider“ nicht mit offenen Karten spielen.

    Ein wohlwollender Erklärungsversuch kann sein, dass die Betreiberin des EDF, auch die Betreiberin des ERF Archivs war. Dieses Archiv mit auf ihren Mietserver genommen hat, was außer weniger Euro für eine zweite .de-Domain, keine weiteren Kosten verursacht. Oder eben den Mietserver vom ERF übernommen und das EDF mit aufgespielt hat. Wie herum ist unerheblich und im Ergebnis das Selbe.
    Wie wir erfahren hatten, konnte die Dame das EDF aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen und war auch nicht in der Lage, oder willens, ihre Rechtsgeschäfte auf andere zu übertragen. Sie war wohl in ihrer bedauernswerten und misslichen Situation nicht mehr handlungsfähig. Somit, falls diese Annahme stimmt, wurden einfach keine Rechnungen mehr von ihr bezahlt – und offensichtlich auch von keinem Anderen.

    Die Folge davon ist dann nur die einzige logische Konsequenz: Der Provider schaltet den Dienst ab – schlicht und ergreifend.

    Die weniger wohlwollende Version erspare ich mir und euch. Da könnt ihr ja selber rätseln.

    @Pepe
    Entweder haben es deine Insider Informanten nicht besser gewusst oder man hat dir einen mächtigen Bären aufgebunden. Die Erzählung gleichzeitig ausfallender Serverplatten zweier Internetseiten, ohne vorhandenes Backup und ohne die Möglichkeit der Datenrettung ist einfach nur haarsträubend und frech. Ein Märchen, bei dem alle Beteiligten gut aussehen, mit Ausnahme des Providers.
    Schade, dass hier Niemand der Beteiligten das Rückgrat besitzt, den enttäuschten Usern die Wahrheit zu sagen.

    1. Der Satz mit der „Klitsche“ war eher provokativ gemeint. Könnte aber missverstanden werden. Ich wusste nicht aus dem Hut, welcher Provider es war, jedoch, dass es sich um einen alteingesessenen und gut etablierten handelt. Damit war mir schon klar, dass die Mär vom komplett-Crash ohne irgendeinen Spiegel der Kundendaten nur ein billiger Erklärungsversuch war, bei dem die Schuld auf den Provider abgeladen werden sollte.

      Die Informationen aus meinem Artikel stammen allesamt aus den Erzählungen, die auch öffentlich an verschiedenen Stellen geäußert wurden. Wichtig war mir zunächst, den Fakt, dass das ERF nun weg ist (der Verlust des EDF ist in meinen Augen nicht so dramatisch), als „News“ weiterzugeben.

      Deine Gedankengänge decken sich auch eher mit meinen, ich wollte aber nicht groß spekulieren. Fakt ist, dass die Daten erstmal „weg“ sind. Und dass es keine Möglichkeit (oder wahrscheinlich auch keinen Willen) gibt, sie wieder zur Verfügung zu stellen. Auch die Wayback Machine hilft nicht wirklich weiter, denn es sind leider nicht alle… und das trifft leider auch auf besonders interessante (z.B. die Entwicklungsgeschichte des Geninis) zu… Inhalte dort gespeichert worden.

  3. Wie es soll tatsächlich noch Hoster geben die kein automatisches Backup machen?

    Also ich kann mir wirklich vieles vorstellen, aber das garantiert nicht. Gut, dass der Betreiber kein Backup hat, wäre ja noch einleuchtend, wenn die Hostigverwaltung dritten anvertraut ist und man selbst kein Zugang zur Datenbank hat, was schon ab und an mal vorkommt, so rein erfahrungsgemäß. Wenn man dann nicht selbst das nötige wissen hat, wie man sich dann Zugang zu der Datenbank verschaffen kann oder auch keine Ahnung davon hat, was man in einer Datenbank tun oder lassen sollte wäre das schon denkbar.

    Aber dass ein Serverbetreiber keine Backups zieht, halte ich für absolut ausgeschlossen.

    Viel mehr ist die These der nicht bezahlten Rechnungen plausibel.

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